Düren - Ungewisse Zukunft für die Kreis-Arena

Ungewisse Zukunft für die Kreis-Arena

Von: red
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Ob etwa Dürens Vorzeige-Kabarettist Paul Panzer am 14. Januar in der Arena Kreis Düren auftreten kann, ist derzeit nicht unbedingt sicher. Die Betreibergesellschaft für die Mehrzweckhalle hat zum Jahresende die Verträge gekündigt. Nun muss ein neues Management gefunden werden. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Wenn sich am 14. Januar in der Kreis-Arena der Vorhang hebt, dann wird Dürens Vorzeige-Kabarettist Paul Panzer sein Programm „Endlich Freizeit - Was für´n Stress” präsentieren. Wenn.

Der letzte Vorhang für die Arena könnte allerdings schon am 31. Dezember fallen - für diesen Zeitpunkt hat die derzeitige Betreibergesellschaft alle Verträge gekündigt. Die Betreiber hätten dann Freizeit, andere den Stress.

In der heutigen Aufsichtsratssitzung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (GWS) soll die Frage des künftigen Betreibers entschieden werden, bestätigte am Montag auf Anfrage GWS-Geschäftsführer Heinrich Rotheut, zu dessen Immobilienbesitz die Halle gehört. Rotheut will offenbar ein Konzept vorlegen, mit dem die defizitäre Halle wirtschaftlich betrieben werden kann. Am besten zu veränderten Konditionen. Nur an 25 Tagen im Jahr darf die Halle überhaupt professionell genutzt werden. So sind zehn Veranstaltungen bis 1 Uhr und 15 Veranstaltungen bis 22 Uhr erlaubt - inklusive Abbau.

„So funktioniert das nicht”, sagt Rotheut. „Die Stadt, die diese Auflagen erteilt hat, ist einer der Hauptnutznießer der Halle”, argumentiert Rotheut, und wünscht sich deshalb Verbesserungen von der Stadt, um die Halle rentabler betreiben zu können. Überlegungen im Dürener Rathaus, an den Auflagen etwas zu ändern, gibt es offiziell nicht. Zumal die Auflagen zum Schutz der Anwohner erlassen wurden.

Neben der Nutzung für kulturelle Veranstaltungen steht die Halle für Sportveranstaltungen zur Verfügung - vom Schulsport (hauptsächlich durch den Kreis) bis zu Bundesligaspielen von Evivo und anderen Sport-Events. Für Evivo ist die Halle gar unverzichtbar.

Die sollen die Halle natürlich auch weiterhin nutzen können, versichert Landrat Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsratsvorsitzender der GWS. Die Betreibergesellschaft habe die Verträge vorsorglich gekündigt, sagt Spelthahn, weil die Probleme mit den Anwohnern in der letzten Zeit eskaliert seien und die „limitierte Anzahl von Veranstaltungen” den wirtschaftlichen Spielraum einschränke.

Spelthahn: „Wenn das Zuschlagen einer Tür nach 22 Uhr direkt einen Polizeieinsatz auslöst, kann ich die Reaktion der Betreiber verstehen.”

Wie die Halle in Zukunft weiter betrieben wird und von wem ist derzeit noch unklar. Neue Betreiber zu finden, könnte sich schwierig gestalten, weil mit der Halle bei begrenzten Veranstaltungsmöglichkeiten kaum Gewinn zu erwirtschaften ist.

Umgekehrt erzielt auch die GWS keinen Gewinn mit der Arena. Eine Pacht des Betreibers gibt es nicht. Dazu Spelthahn: „Es gibt aber auch keinen Zuschussbedarf des Kreises für diese Halle. Viele Kommunen müssen derartige Mehrzweckhallen inzwischen schließen.” Klar ist bislang nur, dass bis zum Ende des Jahres eine Lösung her muss. Für den Schulsport, für Evivo, und für Paul Panzer, damit der am 14. Januar nicht vor verschlossenen Türen steht.
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