Umweltressourcen schonen, Betriebskosten senken

Von: ul
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Ökoprofit bu
Bei der Pressekonferenz im Technologiezentrum Jülich wurde das Projekt „Ökoprofit Kreis Düren 2010” vorgestellt. Foto: Lottner

Jülich. Unter dem Motto „Umweltschutz mit Gewinn” läuft derzeit das Projekt „Ökoprofit” erstmalig im Kreis Düren an. Demzufolge werden alle Firmen aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen, um durch gezielte Einsparungen von Ressourcen die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig die Betriebskosten der Unternehmen zu senken.

Dass ein gelebtes Umweltbewusstsein durchaus mit „Profit” verbunden sein kann und keinen logischen Widerspruch in sich birgt, bewies „Ökoprofit” bereits in den vergangenen Jahren. Dabei zeigte sich Nordrhein-Westfalen führend bei der erfolgreichen Umsetzung des Konzepts, das Anfang der 90er Jahre von der österreichischen Landeshauptstadt Graz entwickelt wurde. So konnten allein die 1009 Betriebe aus NRW, die das Projekt erfolgreich abgeschlossen hatten, ihre Betriebskosten um insgesamt etwa 47,5 Millionen Euro pro Jahr senken. Dabei wurden der Wasserverbrauch sowie die Restmüllmengen deutlich reduziert und es konnten erhebliche Einsparungen an Energie erzielt werden.

In der Region Aachen nahmen insgesamt 67 Betriebe verschiedener Branchen und Größen an sechs Projekten teil, unter anderen die Lebenshilfe Aachen, Mommer Metall- und Kunststofftechnik aus Stolberg sowie das Aachener Unternehmen Zentis.

Ab sofort können sich auch die Betriebe des Kreises Düren an dem Projekt beteiligen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen werden dazu aufgerufen, sich zu „Ökoprofit Kreis Düren 2010” anzumelden. „Mitmachen lohnt sich”, brachte es Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Pressekonferenz im Technologiezentrum Jülich auf den Punkt.

Das TZ Jülich hat sich neben S+T Reprotechnik Jülich und der Bau- und Liegenschaften Aachen bereit erklärt, an dem Projekt zu beteiligen - mindestens sieben weitere Unternehmen müssen noch gefunden werden. „Ökoprofit Kreis Düren 2010” wird vom Land Nordrhein-Westfalen finanziell unterstützt. Darüber hinaus wird das Projekt vom Kreis Düren und den teilnehmenden Betrieben finanziert, wobei die Eigenleistung der Betriebe von der Größe des Unternehmens abhängt und zwischen 2500 bis 8000 Euro liegt.

Infos und Kontakt

Bei einer Teilnahme werden die Betriebe individuell vor Ort betreut, so werden etwa spezifische Schwachstellenanalysen für die Bereiche Abfall, Gefahrenstofflagerung und Energiemanagement durchgeführt. Zudem finden im Laufe eines Jahres acht gemeinsame Workshops der teilnehmenden Betriebe statt, in denen alle umweltrelevanten Themen erarbeitet und diskutiert werden.

Für die erfolgreiche Teilnahme wird die Auszeichnung „Ökoprofit - Betrieb Kreis Düren” vergeben, die öffentlich verliehen wird. Weitere Informationen zum Projekt erteilt Theo Brauers von der GWS Kreis Düren unter 02421/4885122.
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