Überfüllt: Schiffsfahrtsgäste müssen am Ufer bleiben

Von: maxs
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Nichts geht mehr: Am Sonntag konnten, wie bei diesem Zwischenstopp in Woffelsbach, zeitweise nicht alle Gäste der Rurseeschifffahrt mitgenommen werden. Foto: Max Stollenwerk

Woffelsbach. Überfüllte Fahrgastschiffe, eine Erfrischung im kühlen Nass und der Anflug eines Rettungshubschraubers: Das sonnige Wochenende und insbesondere der Sonntag waren rund um Rur- und Obersee sowie in der gesamten Region von einem massenhaften Tourismus-Ansturm bestimmt.

Wer am Sonntag einen der begehrten Parkplätze rund um den See ergatterte, konnte sich glücklich schätzen. Das erste Wochenende im August war so stark besucht, dass die Eifelbewohner wohl in der Unterzahl gewesen sein dürften. Als einen „absoluten Einzelfall“ bezeichnete Markus Krischer, Mitarbeiter der Rursee-Schifffahrt, die Situation am Sonntag.

Die „Stella Maris“ erreichte um 15.40 Uhr mit bereits gut 20-minütiger Verspätung die Anlegestelle in Woffelsbach, als ein Mitarbeiter der Schiffs-Crew erklären musste: „Nichts geht mehr.“ Das Schiff war zu diesem Zeitpunkt hoffnungslos überfüllt.

Touristen, die eine Rundfahrt auf dem Stausee genießen wollten und sich schon vor Ankunft der Schiffe fleißig über den aushängenden Fahrplan austauschten, mussten sich bis zur Ankunft des nächsten Schiffes gedulden oder ihren Plan kurzfristig ändern. Eine solche Situation gebe es geschätzt „vielleicht zweimal in fünf Jahren“, sagt Krischer zu der Ausnahmesituation. In dieser Saison sei es definitiv noch nicht zu einem solchen Engpass gekommen.

Da das Wetter in diesem Sommer ziemlich unbeständig ist, sei die Saison bis zum jetzigen Zeitpunkt „insgesamt recht durchwachsen“ und somit etwas „schwächer als in den Vorjahren“. Ähnlich wie auf dem Rursee war die Situation auch auf der „Seensucht“ und der „Eifel“ auf dem Obersee.

Zwischen Einruhr und der Urft-staumauer waren die Schiffe außerordentlich gut gefüllt und erreichten zeitweilig ihre maximale Auslastung. „Leider hat es in diesem Sommer noch nicht sehr viele schöne Wetterphasen gegeben, so dass sich bei gutem Wetter natürlich die Massen knubbeln“, erklärt Markus Krischer die außergewöhnliche Situation.

Ein wenig enttäuscht zeigt sich Krischer ab und zu über die Qualität des Wetterberichtes. „Das Geschäft lebt zu einem großen Teil vom guten Wetter. Wenn die Leute dann morgens den Wetterbericht hören und Regen gemeldet wird, hält dies viele Besucher ab, nach hier zu kommen, obwohl es letztendlich dann doch oft trocken bleibt.“

Doch nicht nur die Passagierschiffe waren stark frequentiert. Während zeitgleich etliche die Sonne im Freibad Rurberg, Einruhr oder in der Neuen Mitte Woffelsbach genossen und die Abkühlung im kalten Nass suchten, kam es in Woffelsbach auf der Kermeterseite zu einem Unfall.

Dabei war ein 14 Monate altes Kleinkind auf einen Anleger der Rursee-Schifffahrt gestürzt und musste anschließend ärztlich versorgt werden. Die Rursee-Schifffahrt verständigte zunächst die DLRG, bevor diese das Kind zu ihrer Versorgungsstation in Woffelsbach brachte.

Vorsichtshalber wurde der Notarzt zur Versorgungsstation gerufen, der mittels Hubschrauber nach Woffelsbach gebracht wurden musste, da der Simmerather Notarzt zur gleichen Zeit bereits im Einsatz war. Das verletzte Kind wurde mit dem Hubschrauber in ein umliegendes Krankenhaus gebracht.

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