Trotz Hochwasserschutz und Renaturierung stabile Beiträge

Von: Jörg Abels
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Die größte im Jahr 2008 begonnene Baumaßnahme, der Bau dreier Faultürme an der Kläranlage Düren-Merken, soll bis Anfang 2010 abgeschlossen sein. Kosten: rund 23 Millionen Euro. Foto: Abels

Kreis Düren. Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung, Hochwasserschutz und die Unterhaltung von Gewässern mit einer Gesamtlänge von 2500 Kilometern - die Aufgaben des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER) mit seinen 530 Mitarbeitern sind vielschichtig und anspruchsvoll.

Um so mehr freute sich WVER-Vorstand Prof. Dr. Wolfgang Firk, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2008, dass die Beiträge, die der WVER von seinen 83 Mitgliedern (Kreise, Kommunen, Firmen) erhebt, nicht zuletzt Dank eines guten Finanzmanagements erneut stabil geblieben sind. „Und das wird auch 2009 so bleiben.”

47 Kläranlagen

Weil größere Investitionen in die Filtertechnik an den 47 Kläranlagen im Verbandsgebiet mittelfristig nicht anstehen, dürfen auch die Verbraucher in den nächsten Jahren mit weitgehend stabilen Abwassergebühren rechnen. Es sei denn, der Gesetzgeber verschärfe angesichts der fortwährenden Diskussion um Mikroschadstoffe im Abwasser (Bsp. Antibiotika, Hormone, industrielle Chemikalien) noch einmal die Abwasserrichtlinien.

Dann könnten die Gebühren noch einmal um bis zu 50 Cent je Kubikmeter steigen, mutmaßte Firk. Um auf eine eventuelle Verschärfung der Gesetzeslage vorbereitet zu sein, will der WVER schon jetzt mit Untersuchungen zu Aktivkohlefiltern beginnen, erklärte der Vorstand weiter.

Auf der anderen Seite belastet selbst der 23 Millionen Euro teure Bau dreier Faultürme an der Kläranlage Merken, dem größten Investitionsprojekt des Verbandes seit Jahren, die Gebührenzahler, in diesem Fall vor allem die Dürener, nicht.

Das beim Ausfaulen des Klärschlamms entstehende Gas soll direkt vor Ort in Strom und Wärme umgewandelt werden und damit bis zu 70 Prozent des Energiebedarfs der Anlage decken. Gleichzeitig kooperiert der WVER mit den drei übrigen linksrheinischen Verbänden, um die Effizienz der Kläranlagen weiter zu optimieren und die Kosten zu senken.

Firk und Dürens Bürgermeister Paul Larue in seiner Funktion als Verbandsvorsteher wiesen auf zwei weitere Schwerpunkte des Jahres 2008 hin, die fortgesetzt werden: der Hochwasserschutz (unter anderem im Zuge des von der EU geförderten WAVE-Projekts) und die Renaturierung der Flüsse und Bäche. Größtes Problem in diesem Zusammenhang sei der Ankauf der benötigten Flächen. Larue mahnte in diesem Zusammenhang aber auch ein Umdenken der Anrainer an, die bei einer naturnahen Gestaltung auch mit der Überflutung von Auen rechnen müssten oder mit wild wachsenden Uferbereichen.

In dem 87-seitigen Jahresbericht legt der WVER umfangreich Rechenschaft über seine Arbeit im vergangenen Jahr ab, unter anderem in den Bereichen Abwassertechnik, Gewässergüte, Talsperren, Wassermengenwirtschaft, Gewässer und Flussgebietsmanagement.
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