Trauriges Bild: Fischsterben im Weiher

Von: Jörg Abels
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Seit Montag müssen Bauhofmitarbeiter reihenweise verendete Fische aus dem Wassergraben am Burggebäude des Rathauses entsorgen. Foto: ja

Niederzier. Seit dem Wochenende präsentiert sich dem Besucher des Niederzierer Rathauses ein trauriges Bild. Im Weiher rund um das historische Burggebäude treiben immer wieder tote Fische an der Wasseroberfläche. Mehrfach bereits haben Mitarbeiter des Bauhofes Kadaver beseitigt, doch das Fischsterben hält an.

Nach Rücksprache mit dem Kreis-Gesundheitsamt und dem Wasserverband Eifel-Rur erklärt Dirk Lauterbach, Bauamtsleiter und Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisters, das Fischsterben mit der Hitze der vergangenen Tage. Die hat offenbar zu einem extremen Algenwachstum geführt, so dass dem Wasser im Weiher nahezu der komplette Sauerstoff entzogen wurde.

Die Folge: Kleinere Fische haben keine Chance mehr, ersticken und sinken zu Boden. Mit einigem Abstand treiben die Kadaver dann an die Wasseroberfläche. Wie viele tote Fische in den kommenden Tagen noch auftauchen, kann nur schwer vorausgesagt werden. Bei genauerem Hinsehen kann man noch den einen oder anderen größeren Zierkarpfen entdecken, der aber auch bereits heftig nach Luft schnappt.

Die Gemeinde versucht nun zu retten, was zu retten ist und pumpt täglich mehrere Kubikmeter Wasser zusätzlich aus dem Ellebach in den Burgweiher. Ob das ausreicht, damit wenigstens ein paar Fische überleben, wird sich zeigen. Mit einem derart extremem Fischstreben hätte niemand gerechnet, betont Dirk Lauterbach, schließlich werde der Weiher täglich über eine Zeitschaltuhr aus dem immer noch überraschend viel Wasser führenden Ellebach gespeist. Nur hat das angesichts der tropischen Temperaturen der vergangenen Tage offenbar nicht gereicht.

Im Jülicher Schwanenteich gab es vor Tagen das gleiche Problem. Auch dort hatten sich Sauerstoffgehalt und ph-Wert äußerst kritisch entwickelt. Der Teich im Herzen der Herzogstadt drohte umzukippen. Der Jülicher Angelsportverein wandte sich schließlich an die Feuerwehr, die mit Wasserwerfern und dicken Schläuchen anrückte.

Die starken Wasserstrahlen brachten Bewegung und Sauerstoff in den Teich. Und gleichzeitig wurde mit der Frischwasserzugabe die Temperatur deutlich abgesenkt, so dass ein Umkippen des Jülicher Wahrzeichens verhindert wurde.

Diese Chance hat man in Niederzier verpasst und muss nun Körbeweise tote Fische entsorgen.

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