Tipps für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer

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Hilfestellung: Wer sich wie Elisabeth Hövels-Höfler (Mitte) – im Bild mit Myrvete und Jashar Prekazi aus dem Kosovo – für Flüchtlinge engagieren will, findet in der Broschüre „Flüchtlingshilfe im Kreis Düren“ der Caritas nützliche Informationen und Ansprechpartner. Foto: Annika Kasties

Kreis Düren. Die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, steigt weiterhin an. Auch im Kreis Düren ist die Not der Menschen spürbar. Viele freiwillige Helfer setzen sich für Flüchtlinge ein, organisieren und tragen zahlreiche Hilfsaktionen. Das Schicksal der Menschen bewegt auch viele Engagierte im Bistum Aachen.

Flüchtlinge willkommen zu heißen und ihnen beizustehen, den Menschen Hoffnung und eine Heimat zu geben, sieht der Caritasverband für die Region Düren-Jülich als ein zentrales Anliegen.

Damit Ehrenamtliche für die Arbeit mit und für Flüchtlinge gut gerüstet sind, hat der Caritasverband nun den Ratgeber „Flüchtlingshilfe im Kreis Düren“ veröffentlicht. 2000 Exemplare hat der Verband in der ersten Auflage drucken lassen. Die Broschüre soll den Ehrenamtlichen als kleine Hilfestellung dienen und sie mit notwendigen Hintergrundinformationen und hilfreichen Tipps unterstützen.

Beratungsbedarf wächst

Caritas-Vorstand Dirk Hucko und Migrationsexperte Barthel Korn stellten die 48-seitige Broschüre nun der Öffentlichkeit vor. „Die Fakten und Informationen auf den neuesten Stand zu bringen, war eine zeitintensive Aufgabe“, berichtet Barthel Korn. Für die redaktionelle Arbeit habe er nach eigenen Aussagen kaum Zeit gehabt, da der Beratungsbedarf aufgrund der steigenden Flüchtlingszahlen ständig wachse.

Dass manche Informationen in der Broschüre nur eine begrenzte Halbwertszeit haben, ist auch Vorstand Dirk Hucko bewusst. Hucko arbeitet ebenfalls im Fachteam Migration, gemeinsam mit den drei Kolleginnen aus der Gemeindesozialarbeit. „In der Flüchtlingshilfe ist momentan viel Bewegung. Gesetze und Rahmenbedingungen können sich recht schnell ändern, daher haben wir uns vorgenommen die Informationen regelmäßig zu aktualisieren“, betont der Geschäftsführer des Caritasverbandes Düren-Jülich.

Bereits für November ist eine Aktualisierung geplant, um auf die aktuellen Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zu reagieren. Der jeweils neueste Stand der Broschüre wird auf der Homepage des Caritasverbandes als Download verfügbar sein.

Als ersten Anhaltspunkt für Menschen, die sich im Kreis Düren ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren wollen, bietet die Broschüre im hinteren Teil ein Adressbuch. Übersichtlich geordnet, finden Interessierte in dieser Rubrik viele nützliche Ansprechpersonen im Kreis Düren, an die sie sich direkt wenden können. Auch dieser Teil werde regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt, sagte der Verband.

Neben dem Adressbuch behandelt der Ratgeber viele grundlegende Informationen zum Thema Flüchtlingshilfe und gibt dem Leser alltagstaugliche Tipps. Themen sind unter anderem das Anerkennungsverfahren, das Asylbewerberleistungsgesetz, die Bereiche Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt sowie die Sprachförderung.

Auch die Situation in der medizinischen Versorgung und der Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen kommen in dem Ratgeber zur Sprache.

Die Autoren lassen in ihrem Ratgeber aber auch die Grenzen des persönlichen Engagements nicht außer Acht. Da sich in der Regel Laien für Flüchtlinge engagieren, müsse auch diesen eine gewisse Fürsorge entgegengebracht werden.

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