Kreis Düren - Technik, die im Science College begeistert

Technik, die im Science College begeistert

Von: Daniela Mengel-Driefert
Letzte Aktualisierung:
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Sie absolvierten die Junior-Ingenieur-Akademie: Schüler des Gymnasiums Haus Overbach mit Lehrern und Kooperationspartnern. Foto: Mengel-Driefert
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Technik in der Praxis: Schüler konstruierten ein solarbetriebenes Liegerad. Foto: Mengel-Driefert

Kreis Düren. Womit beschäftigen sich Schüler heute im Unterricht? Mit energieeffizientem Bauen, Medizin- und Solartechnik. Das hört sich ungewöhnlich an, entspricht aber den Inhalten der Technikbildung für Schüler ab Klasse 8 im Rahmen der Junior-Ingenieur-Akademie, die im Science College Overbach stattgefunden hat.

Herausgekommen ist ein solarbetriebenes Liege-Fahrrad- zum Beispiel. In einer zweitägigen Abschlussveranstaltung präsentierten Schüler des Gymnasiums Haus Overbach Jülich, Inda-Gymnasiums Aachen, Einhard-Gymnasiums Aachen, Städtischen Gymnasiums Eschweiler und der Europaschule Langerwehe im Science College Overbach die Ergebnisse ihrer Arbeiten. Das zweitägige Schülercamp fand in Kooperation mit der Telekom-Stiftung statt.

Die Junior-Ingenieur-Akademie wird derzeit an 75 Schulen bundesweit im Wahlpflichtbereich angeboten. Das Ziel ist, junge Leute für die sogenannten MINT-Fächer – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – zu begeistern und Nachwuchs für ingenieurwissenschaftliche oder technische Berufe zu gewinnen. Die Akademie ist als Wahlpflichtfach über zwei Jahre für die gymnasiale Mittelstufe angelegt. Der Unterricht erfolgt praxisnah mit Beteiligung aus Wirtschaft und Wissenschaft. Die Telekom-Stiftung unterstützt interessierte Schulen, vorausgesetzt, sie haben ein entsprechendes Konzept entwickelt.

Die Junior-Ingenieur-Akademie sei beliebt, oft gebe es mehr Anmeldungen, als Plätze, sagten die Schulleiter vor Ort einstimmig. Mädchen werden besonders gefördert. Sie haben in der Vergabe der Kursplätze Vorrang. Thorsten Vogelsang, künftiger Schulleiter des Gymnasiums Overbach, stellte einen weiteren Aspekt heraus: „Technik ist die richtige Antwort auf G8“. In der verkürzten Gymnasialzeit komme die dritte Fremdsprache früher. Technik könne im Wahlpflichtbereich stattdessen gewählt werden. Das sei eine gute Alternative .

In Workshops zeigten die Schüler Auszüge der Unterrichtsinhalte, präsentierten die Produkte ihrer Arbeit. „Die Idee der Workshops ist der Rollentausch“, erklärt Vogelsang den Hintergrund. Die Schüler wechselten von der Rolle des Lernenden zum Lehrenden und umgekehrt. Sie erklärten Mitschülern die einzelnen Arbeitsschritte und erweiterten ihr Spek­trum, indem sie sich für die Arbeiten der anderen interessierten. So erlebten die Teilnehmer eine klassische Win-Win-Situation.

Im Fachbereich Medizintechnik nahmen die Schüler EKG-Messungen vor, erklärten die Funktionsweise des medizinischen Gerätes. In einem anderen Workshop wurden mit einem 2D-Programm technische Zeichnungen gefertigt. In Elektronik lernten die Schüler Grundzüge des Lötens von elektronischen Bauteilen kennen.

Bewerbungen nicht erforderlich...

Daniel fand die Inhalte der Akademie spannend, Katharina erzählt von Exkursionen, die ihr besonders gut gefallen haben, von Wasserproben am Blausteinsee oder dem Bau eines Windrades. Sie könne sich gut vorstellen, in der Forschung zu arbeiten. Marvin gefiel die Junior-Ingenieur-Akademie, weil es was vollkommen Neues war: „Ich konnte in Betriebe reinschauen, ohne Bewerbungen zu schreiben“.

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