Szenarien entwickeln für die Zeit nach der Braunkohle

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Braunkohlerevier Bagger Zukunftsperspektiven Symbolbild
Riesige Bagger heben den Bodenschatz: Das rheinische Revier gilt als Europas größte Braunkohlenregion. Die Politik will ab sofort noch genauer hinschauen, um Fehlentwicklungen vorzubeugen und Szenarien für die Zeit nach der Braunkohle zu entwicklen. Foto: dpa

Kreis Düren/Eschweiler. Nach einem Informationsgespräch mit Staatssekretär Dr. Günther Horzetzky aus dem NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr und dem Eschweiler Bürgermeister Rudi Bertrams ist der SPD-Kreisvorsitzende Dietmar Nietan (MdB) guten Mutes, dass das im NRW-Koalitionsvertrag von SPD und Grünen angekündigte Programm „Innovationsregion Rheinisches Revier” auf einem guten Weg ist.

Ziel soll die Schaffung neuer nachhaltiger Arbeitsplätze im Braunkohlenrevier sein.

Chancen des Strukturwandels

Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Chancen eines erfolgreichen Strukturwandels in der Region. Für Bürgermeister Rudi Bertram muss es dabei vor allen Dingen um die Sicherung vorhandener und die Schaffung neuer Arbeitsplätze gehen, um so die Wertschöpfung im Bereich von Tagebau- und Kraftwerksstandorten zu sichern. Die weitere Energiegewinnung aus Braunkohle und die Entwicklung von neuen Zukunftsstrukturen seien deshalb parallel zu betrachten.

Auch nach Ansicht von Nietan muss es jetzt darum gehen, die Chancen einer ökologisch vertretbaren Verstromung der Braunkohle in neuen hochmodernen Kraftwerken ebenso zu fördern wie die Entwicklung von Strukturen für die Zeit nach der Braunkohle. Dafür seien die Voraussetzungen in einer Technologieregion wie der Regio Aachen mehr als gut.

Weichen bis Jahresende stellen

Als sehr ermutigend bezeichneten Bertram und Nietan die Ankündigung von Staatssekretär Horzetzky, dass das Programm „Innovationsregion Rheinisches Revier” bereits jetzt in seinem Ministerium angegangen worden sei und zu einem Schwerpunkt der Arbeit des Wirtschaftsministeriums werden soll. Vorbehaltlich des notwendigen Kabinettsbeschlusses sollen die Weichen zum Start der Initiative noch bis Ende dieses Jahres gestellt werden.

Dann sollen die ersten Impulse aus der Landesregierung in die Region gegeben werden. Es wird dabei wichtig sein, nicht nur die Energieversorger, die Politik und die Wissenschaft in diese Prozesse einzubinden, sondern die Bürger über die weiteren Schritte zu informieren und sie an der Gestaltung des Prozesses zu beteiligen, betont Nietan. Jetzt das Signal zu haben, dass die Zukunft des Reviers Schwerpunkt der Regierungsarbeit wird, wertet Nietan, der sich seit Jahren mit der Zukunft des Braunkohlereviers nach Auslaufen der Tagebaue beschäftigt, als größten Erfolg seit seinem Wiedereinzug in den Bundestag. Er ist sich sicher, dass die Region mannigfach profitieren wird.
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