Strafstoß in der Nachspielzeit kostet Düren den Sieg

Von: hfs.
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Jülich/Düren. „Wir haben es noch selbst in der Hand, aufzusteigen. Wir müssen jetzt unsere Aufgaben alle lösen, es besser machen als gegen Welldorf-Güsten“, meinte nach dem 1:1 bei den Grün-Weißen Bernd Virnich, Trainer der Sportfreunde Düren.

Er wertete die Elfmeterentscheidung zu Gunsten der Platzelf in der Nachspielzeit (90+2) als Konzessionsentscheidung von Schiedsrichter Ivan Mrkaly. Denn der hatte in der 86. Spielminute Welldorf-Güstens Spieler Marcel Röttgen mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. In den Augen beider Trainer eine Fehlentscheidung. Röttgen war in den gegnerischen Strafraum eingedrungen, dort touchiert worden, ins Straucheln geraten, aber direkt wieder aufgestanden.

„Das hat der Schiri als Schwalbe angesehen, ihn vom Platz gestellt“, meinte Grün-Weiß-Coach Winni Ronig, der allerdings im Gegensatz zu seinem Kollegen aus Düren der Auffassung war, dass der Elfmeterpfiff nach einem Foulspiel an Takuya Nagae berechtigt war. Den Strafstoß verwandelte souverän und sicher Angelo Di Benedetto, der nach fünfwöchiger verletzungsbedingter Spielpause zehn Minuten zuvor eingewechselt worden war.

Rund 120 Zuschauer hatten eine Partie erlebt, in der die Sportfreunde spielerisch die bessere Mannschaft waren. „Aber leider haben wir es versäumt, unsere guten Torchance zu nutzen“, bemängelte Virnich. „Wir haben gut gespielt, aber einfach vorne den Sack nicht zugemacht“, meinte er etwas verärgert.

In den ersten 20 Spielminuten fand Welldorf-Güsten keinerlei Mittel, den Spielfluss der Gäste zu bremsen. Nach dem 1:0 (22.) durch Ali Makki versäumten es die Sportfreunde, weitere gute Tormöglichkeiten zu nutzen. Wie auch nach der Pause, wobei allerdings Keeper Thomas Pietta dreimal 1:1-Situationen erstklassig meisterte und die Platzelf weiterhin im Spiel hielt. So baute er seine Mitspieler auf, denen man anmerkte, dass sie unbedingt einen Punkt holen wollten, während die Sportfreunde allerdings den Eindruck machten, sich mit dem 1:0 anfreunden, es über die Zeit bringen zu wollen. Dieser Plan war mit dem Elfmeter Makulatur.

Damit erlebte das erneut angesetzte Spiel – die Erstbegegnung war durch den Überfall von rund 30 Chaoten bekanntlich in der 78. Minute abgebrochen worden – ein Remis, mit dem Welldorf-Güsten laut Trainer Ronig „gut leben“ kann, die Sportfreunde im Kampf um den Titelgewinn aber laut Virnich „leben müssen“.

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