Stadtmuseum wird Pate für Dürens Drehscheibe

Von: bugi
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Düren. Im Idealfall kann Dieter Fücker vom Dürener Stadtmuseum im Spätsommer oder Herbst zu einem Fest einladen: der Wiederinbetriebnahme der Drehscheibe für Dampflokomotiven am Dürener Bahnhof.

Hatten sich bisher vier ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bahn um die Erhaltung der unter Denkmalschutz stehenden Drehscheibe gekümmert, hat jetzt das Stadtmuseum offiziell die Patenschaft übernommen. „Ich habe Kurt Klee, der sich ehrenamtlich für den Erhalt dieses technischen Bauwerks eingesetzt hat, auf dem Sterbebett versprochen, seine Arbeit fortzuführen“, so Dieter Fücker vom Vorstand des Stadtmuseums, der bei den nun anstehenden Arbeiten von den ehemaligen Bahnern Josef Krott, Manfred Klein und Manfred Keutmann tatkräftig unterstützt wird.

Unterstützung gibt es auch von Seiten der Bahn. Die hatte vor einem Jahr nach langem Hin und Her den Denkmalschutz der historischen Drehscheibe von 1874 akzeptiert und seit dem nach eigenen Angaben bereits rund 10.000 Euro investiert, um morsche Bohlen auszutauschen, kaputte Scheiben im Wärterhäuschen zu erneuern und den dazu gehörigen Grünbereich vom Wildwuchs zu befreien und zu pflegen. Arbeit gibt es aber noch genug: Das Dach des Wärterhäuschens muss erneuert, das Geländer abgeschliffen und neu gestrichen und vor allem muss Strom verlegt werden, damit die Anlage auch für Vorführungen wieder in Betrieb genommen werden kann.

Fücker: „Wir wollen die Drehscheibe wieder voll funktionsfähig herstellen. Und wenn es uns gelingt, eine Dampflok zu erhalten, kommt die natürlich auf die Drehscheibe.“ Im Idealfall gibt es auch noch Leuchter, die die Anlage abends anstrahlen, so dass Reisende sie sofort wahrnehmen. Im März/April, je nach Witterung, sollen die Arbeiten losgehen. Dann wird auch – um Kosten zu sparen – der Grünbereich entfernt und mit Schotter aufgefüllt. Zudem soll eine Infotafel möglichst viele Informationen über die Historie dieser in Deutschland inzwischen einzigartigen Drehscheibe bieten. Gesucht werden noch alte Eisenbahnsignale, die zusätzlich aufgebaut werden können. Interessenten können sich bei Josef Krott, Telefon 02461/7527, oder Dieter Fücker, Telefon 02421/981857, melden.

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