Stadtfest in der kleinsten Stadt Nordrhein-Westfalens

Von: Gudrun Klinkhammer
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Die Ausrichter des Stadtfestes freuen sich auf die Veranstaltung (v.li.): Serge van der Heijden, Egon Schlömer, Marita Jaeger, Peter Boje, Georg Wergen, Wolfgang Nowak, René Wißgott, Hubert Schmühl und Peter Cremer. Foto: Gudrun Klinkhammer

Heimbach. Wie schnell fällt ein Urteil und wie schnell wird ein Ruf geprägt. Den kleinen Ortskernen in der Eifel, sind sie auch noch so hübsch, haftet derzeit der Ruf der Leblosigkeit an. Wie Dornröschen scheinen sie zu schlummern. Das dem nicht so ist, möchten jetzt die Heimbacher beweisen.

Zum ersten Mal in der Geschichte der kleinsten Stadt Nordrhein-Westfalens wird am Samstag und Sonntag, 30. und 31. Mai, ein Stadtfest veranstaltet, für das die Hengebachstraße zwischen der Mariawalderstraße und der Rurbrücke ganztägig und komplett für den Durchgangsverkehr gesperrt wird. Mehr als 50 Vereine und Institutionen sowie knapp 20 Gewerbetreibende werden ihre Vielfalt präsentieren.

Am Samstagabend findet ab 20 Uhr im Kurpark das etwas andere Kurkonzert statt. Serge van der Heijden, Manager im Resort Eifeler Tor, knüpfte Kontakte zur Coverband „Push Up“. Wie van der Heijden verspricht, spielt die Band brandheiße Tanzmusik. Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer befand bei der Vorstellung des Projekts, dass viele Leute lapidar sagen: Heimbach ist tot, da passiert ja nichts, die Läden stehen leer.

Cremer: „Das ist nicht korrekt, denn gerade in den vergangenen Wochen öffneten neue Geschäfte im Kernort ihre Pforten.“ Unter der Überschrift „Heimbach erleben, entdecken und genießen“ wird es eine Fülle von Angeboten aus den Bereichen Natur, Kunst, Kultur und Spiritualität geben. Seit mehr als 500 Jahren ist Heimbach Wallfahrtsort. Inzwischen ist die kleine Stadt aber auch für Bürger und Touristen, die die Natur, die Kunst und die Kultur lieben, eine erste Adresse geworden.

Wie der Bürgermeister weiter berichtete, entstand die Idee zum Stadtfest im vergangenen Herbst. Damals saßen einige Touristiker im Seehof zusammen und brüteten und brüteten, wie sie wohl die Trommel am besten für ihr liebenswertes Heimbach rühren könnten. Der Vorsitzende des Vereins „Heimbach Tourismus“, Georg Wergen, fand in Serge van der Heijden, in Vertretern der Stadt wie Peter Cremer, Peter Boje und Hubert Schmühl, in den Heimbacher Bürgerinnen Marita Jaeger und Beate Weiler-Pranter und in René Wißgott vom Rureifeltourismus engagierte Mitstreiter.

Hinzu gesellen sich viele ehrenamtliche Helfer. Zu den Angeboten am Sonntag gehört ein buntes Programm. Diverse Vorführungen gibt es im Kernort, beispielsweise von einem Handwerker, der die typischen dreibeinigen Heimbacher Stühlchen fertigt.

Die Heimbacher Weinfreunde werden die Ruraue 2014 ausschenken. Weitere Veranstaltungsbausteine sind Kirchenführungen sowie die Finissage der Otmar Alt Ausstellung „Kosmos“ in der Internationalen Kunstakademie Heimbach. Kinder dürfen Kreide herstellen und die Hengebachstraße bemalen, auch wird es eine virtuelle Schatzsuche geben. Peter Cremer: „Dabei handelt es sich um eine große Tombola ohne eine Niete.“ Preise sind Kunstwerke, Freikarten und vieles mehr.

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