Düren - Sportartikelriese Nike will Ausrüster des neuen 1. FC Düren werden

Sportartikelriese Nike will Ausrüster des neuen 1. FC Düren werden

Von: Jörg Abels
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95 Mitglieder verfolgten die Ausführungen des Niederauer Vorstands, 78 unterstützten am Ende die Vision vom 1. FC Düren. Foto: Abels
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47 Mitglieder haben auf Schloss Burgau die Gründungsurkunde des 1. FC Düren unterzeichnet. Präsident des neuen Clubs ist Landrat Wolfgang Spelthahn (Mitte). „Vize“ sind der Dürener CDU-Stadtverbandsvorsitzende Thomas Floßdorf (2.v.l.) und der bisherige Vorsitzende des FC Düren-Niederau, Rainer Krosch (l.). Zum Schatzmeister wurde Achim Schiffer gewählt, zum Geschäftsführer Mario Kuckertz (r.). Foto: Abels

Düren. Noch bevor der 1. FC Düren am Mittwochabend das Licht der Fußballwelt erblickte, flatterten beim Initiator und Motor des Projekts, Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU), zahlreiche Anfragen auf den Tisch. „Der US-Sportartikelkonzern Nike will Ausrüster werden“, berichtete Spelthahn, ein Spielervermittler habe ihm bereits türkische Nationalspieler angeboten.

Auch erste Sportmanager hätten schon angeklopft. „Es ist schon enorm, welche Wirkung die bloße Ankündigung der Vereinsgründung hatte“, betonte der Gründungspräsident. „Aber wir werden das Ganze sehr behutsam aufbauen.“

Neuer Verein erhält Spielrechte

Der Vereinsgründung vorausgegangen war die Auflösung der Fußballabteilung des FC Düren-Niederau zum Ende der Saison 2017/2018. Die Spielrechte der Seniorenmannschaft und aller Juniorenteams des FCN werden in Absprache mit dem Fußballverband Mittelrhein mit Beginn der neuen Saison an den 1. FC Düren übertragen.

Nach einer kurzen Diskussion, bei der vor allem rechtliche Bedenken im Mittelpunkt standen, die Notar Dr. Hagen Monath aber zerstreuen konnte, votierten 78 der 95 anwesenden FCN-Mitglieder (sechs Enthaltungen) für die Ausgliederung des Fußballs aus dem Hauptverein FC Niederau, der in Zukunft nur noch aus Tennis- und Gymnastikabteilung bestehen wird und dem Fußballverband Mittelrhein lediglich noch als Freizeitverein angehören wird.

„Wir haben heute Abend die einmalige Chance, mit den Genen des FC Niederau einen neuen Verein zu gründen“, hatte der Ehrenvorsitzende Manfred Nolden zuvor in einer emotionalen Rede unter dem Applaus der Mitglieder betont, nachdem der amtierende Vorsitzende Rainer Krosch die Beweggründe des Vorstands für den zukunftsgerichteten Schritt erläutert hatte.

Angesichts immer weniger ehrenamtlicher Helfer sei es zuletzt immer schwerer geworden, den Spielbetrieb der ersten Mannschaft organisatorisch und auch finanziell zu stemmen, betonte Krosch. Und ohne eine Seniorenmannschaft, die mindestens Landesliga spiele, laufe die seit drei Jahrzehnten hervorragende Arbeit leistende Jugendabteilung Gefahr, nur noch zum bloßen Ausbilder für andere Vereine zu werden, die schon heute Jahr für Jahr Spieler abwerben.

„Mit dem 1. FC Düren haben wir nicht nur die Chance, wieder für den eigenen Verein auszubilden, sondern auch noch mehr Jugendarbeit in der Breite anzubieten“, erklärte Krosch mit Blick auf das geplante Jugendleistungszentrum auf der FCN-Sportanlage, auf der in den kommenden Jahren alle Jugendspiele des 1. FC Düren stattfinden werden.

Nur die Spiele der „Ersten“ sollen erst einmal auf neutralem Platz an der Euskirchener Straße ausgetragen werden. Auch eine zweite Seniorenmannschaft, die etabliert werden soll, würde erst einmal in Niederau spielen, kündigte Krosch an. Dazu soll in Niederau auf einem Teil der mittlerweile überdimensionierten Tennisanlage ein zweiter Kunstrasenplatz entstehen.

Ziel des 1. FC Düren für die älteren Juniorenjahrgänge ist die Bundesliga West, für die Senioren langfristig die Regionalliga. Entsprechend nützlich wäre es daher, wenn dem „alten“ FCN noch in dieser Saison der Aufstieg in die Mittelrheinliga gelingen könnte. Aktuell ist er punktgleich Zweiter.

Die Initiatoren des 1. FC Düren, allen voran Landrat Spelthahn, sehen in dem neuen Verein eine Keimzelle für einen leistungsstarken Verein, in dem Ressourcen und Kompetenzen frei von jedwedem Kirchturmsdenken gebündelt werden können. Er steht allen Fußballabteilungen anderer Clubs offen, die sich ebenfalls beteiligen können. Nach anfänglicher Ablehnung soll schon in der kommenden Woche ein erstes Gespräch mit Vertretern eines großen Dürener Vereins stattfinden, kündigten Spelthahn und Krosch an.

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