Spelthahn: Tihange und Doel abschalten

Von: Wolfgang Spelthahn
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Plädiert dafür Tihange und Doel abzuschalten: Landrat Wolfgang Spelthahn.

Kreis Düren. Bundesinnenminister Thomas de Mazière (CDU) hat am Mittwoch seine „Konzeption Zivile Verteidigung“ vorgestellt, mit der die Bevölkerung auf Bedrohungen durch Terror, Cyberattacken und Angriffe auf die Infrastruktur vorbereitet werden soll.

Auf lokaler Ebene werden die Verantwortlichen des Amtes für Bevölkerungsschutz des Kreises Düren die Vorgaben umsetzen müssen. Wir haben Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) nach seiner Einschätzung zum neuen Plan gefragt.

Wie bewerten Sie das neue Konzept der Bundesregierung?

Wolfgang Spelthahn: Das Bundesinnenministerium hat eine Bestandsaufnahme gemacht, um das Land besser auf verschiedene Bedrohungsszenarien vorzubereiten. Ich rechne damit, dass wir in den nächsten Tagen über Einzelheiten informiert werden. Die entsprechenden Ämter werden dann alle Vorgaben sofort umsetzen.

Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich Lebensmittelvorräte anzulegen.

Spelthahn: Sicher ist es sinnvoll, sich Vorräte anzulegen, ich wünsche mir aber mehr Hintergrundinformationen zu den Gründen für diese Empfehlung. Ich habe mit vielen Menschen gesprochen, die sich sicher fühlten, jetzt aber Angst bekommen haben. Grundsätzlich muss die Frage gestellt werden, wie der Begriff Versorgungssicherheit zu definieren ist. Da geht es nicht nur um Lebensmittel, sondern auch um Energie- und Medikamentenversorgung.

Eins der Katastrophenszenarien, die den Kreis Düren direkt treffen würden, wäre ein Atomunfall in Tihange. Ist Ihre Verwaltung darauf vorbereitet?

Spelthahn: Es gibt selbstverständlich Notfallpläne, aber Fukushima hat gezeigt, dass solche Pläne im Notfall Makulatur sind. Hier ist die beste Vorsorge, Tihange und Doel abzuschalten.

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