Kreis Düren - Spelthahn geht erleichtert in die vierte Amtszeit

Spelthahn geht erleichtert in die vierte Amtszeit

Von: Stephan Johnen
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Wahlsieger: Wolfgang Spelthahn (rechts, neben CDU-Kreisverbandschef Thomas Rachel) erhielt 56,3 Prozent der Stimmen. Foto: Stephan Johnen

Kreis Düren. Die Erleichterung hat man dem Kandidaten angesehen, Jubelposen gab es aber keine. „Ich bin sehr dankbar, dass mir die Wähler erneut ihr Vertrauen geschenkt haben“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU), der mit 56,3 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt wurde. Dem SPD-Herausforderer Peter Münstermann, der 43,6 Prozent der Stimmen erhielt, dankte er für einen „fairen und sachlichen Wahlkampf“.

Seit 1999 ist Wolfgang Spelthahn Landrat des Kreises Düren, für ihn beginnt nun die vierte Amtszeit. 2009 erhielt er 58,5 Prozent der Stimmen, sein damaliger SPD-Herausforderer Jens Bröker 38,32 Prozent. „Mein Ergebnis ist sehr stabil“, bilanzierte er. Die Wahlbeteiligung von knapp 43 Prozent sei angesichts des Landestrends noch sehr gut.

SPD-Herausforderer Peter Münstermann gratulierte dem Wahlsieger noch vor der Bekanntgabe des Endergebnisses. „Ich habe verloren“, räumte er ein. Es sei ihm nicht gelungen, mehr Wähler zu mobilisieren und davon zu überzeugen, dass er die besseren Konzepte für den Kreis Düren habe. „Mir tun die Menschen leid, die nun mit den Folgen leben müssen“, sagte er, ohne dies weiter erklären zu wollen.

Dietmar Nietan (MdB), der SPD-Unterbezirksvorsitzende, stellte heraus: „Das Ziel, den Landrat abzuwählen, wurde nicht erreicht. Aber wir haben Prozente wettgemacht. Der Abstand schrumpft.“ Anders als Wolfgang Spelthahn sieht er im Ergebnis einen deutlichen Vertrauensverlust in die Politik des CDU-Landrats. „Die Grünen, die mit der CDU eine Fraktion im Kreistag bilden, haben zwar keine Wahlempfehlung abgegeben, aber es dürfte eine Unterstützung gegeben haben“, ist er überzeugt, dass Spelthahn ohne den „grünen“ Fraktionsbonus deutlich mehr Stimmen verloren hätte.

Am Kandidaten Münstermann jedenfalls habe es nicht gelegen. „Wir haben eine Perspektive im Kreis und werden weiterhin eine starke Opposition sein“, gab Nietan die Richtung für die kommenden Jahre vor. „Die Arroganz der Macht ist beim Landrat spürbar. Da ist es wichtig, dass jemand dagegen hält.“

Mit dem Ausgang der Wahl zufrieden zeigte sich Bruno Voß, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag. „Mit dieser Wahl werden wir in unserer Fraktionsarbeit gestärkt und können die Dinge noch schneller und noch besser anpacken“, sagte er. Begonnene Projekte wie „Kein Kind zurücklassen“ sollen ausgebaut werden.

„Wichtig ist auch die Aufstellung des neuen Nahverkehrsplanes. Da ziehen wir an einem Strang.“ Als klare Bestätigung, den im Kreis Düren eingeschlagenen Kurs fortzusetzen, wertete auch CDU-Parteichef Thomas Rachel (MdB) den Wahlabend. „Das ist ein klarer Vertrauensbeweis für Wolfgang Spelthahn.“

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