Kreis Düren - Sparkasse unterstützt In Via Düren-Jülich mit 5000 Euro

Sparkasse unterstützt In Via Düren-Jülich mit 5000 Euro

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Meist ungeschützt sind Obdachlose der Kälte ausgesetzt. In Via will diesen Menschen Unterstützung anbieten. Foto: imago/Steinach

Kreis Düren. Angesichts deutlich gestiegener Wohnungslosenzahlen, auch in Düren, fordert der Geschäftsführer von In Via Düren-Jülich, York Sommereisen, verstärkte Anstrengungen in der Kältehilfe und bei der Notunterbringung, um den Kältetod wohnungsloser Menschen zu verhindern.

Insbesondere Menschen, die ganz ohne Unterkunft auf der Straße leben, seien unmittelbar von Erfrierungen und Unterkühlungen bis hin zum Kältetod bedroht. „Seit 1991“, so Sommereisen, „sind mindestens 289 wohnungslose Menschen in Deutschland an Unterkühlung verstorben. Sie erfroren im Freien, unter Brücken, auf Parkbänken, in Hauseingängen, in Abrisshäusern, in scheinbar sicheren Gartenlauben und in sonstigen Unterständen“, führte er aus.

An Grenzen gestoßen

„Die Programme zur Kältehilfe und die Notunterbringung sind bereits in den letzten Jahren vielerorts an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen – sowohl in großen und mittleren Städten als auch in ländlichen Regionen. Teilweise sind die Unterkünfte überfüllt, räumlich sehr beengt, schmutzig, es gibt Gewalt und Diebstahl, die sanitären und hygienischen Bedingungen sind mitunter miserabel. Für Frauen gibt es häufig keine separaten Unterkünfte, wodurch die Gefahr sexueller Übergriffe steigt“, betonte der In Via-Geschäftsführer.

Auf die von In Via betriebenen Dürener Notunterkunft in der Dechant-Bohnekamp-Straße treffe dies nicht zu, sagt Sommereisen. „Hier gibt es einen geschützten Bereich nur für unsere weiblichen Gäste. Darüber hinaus sind rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr Mitarbeiter von uns im Dienst, sorgen für ein gutes Miteinander im Haus und kümmern sich um die vielfältigen Anliegen der Schutzsuchenden.“

An die Bürgerinnen und Bürger appelliert der In Via-Geschäftsführer eindringlich: „Seien Sie aufmerksam! Wenn Sie wohnungslose Menschen sehen, die hilflos oder in einer Notsituation sind, setzen Sie die Polizei in Kenntnis, wählen Sie den Notruf 110! Alarmieren Sie bei akuter gesundheitlicher Gefährdung den Rettungsdienst 112!“

Abschließend wies York Sommereisen noch daraufhin, dass laut Schätzungen die Zahl der wohnungslosen Menschen in Deutschland von rund 335.000 im Jahr 2014 auf 536.000 im Jahr 2018 anzusteigen drohe. „Dies wäre ein dramatischer Zuwachs um 200000 beziehungsweise um 60 Prozent innerhalb von nur vier Jahren. Entsprechend werden auch mehr wohnungslose Menschen direkt auf der Straße leben als in den Jahren zuvor. Im Jahr 2014 waren es bundesweit 39.000.“

Vorbereitungen

Ein großes Dankeschön des In Via-Geschäftsführers ging in diesem Zusammenhang an die Sparkasse Düren und ihren Vorstandsvorsitzenden Uwe Willner. „Die Sparkasse hat mit einer Spende von 5000 Euro erneut ihr Herz für die notleidenden Menschen in unserer Region gezeigt und unserem Verein damit die Möglichkeit geschaffen, Vorbereitungen für die Unterstützung der obdach- und wohnungslosen Männer und Frauen, vor allem mit Blick auf die bevorstehenden kalten Nächte zu treffen“, so York Sommereisen abschließend.

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