Kreis Düren - Soziales Europa: Maikundgebung des DGB

Soziales Europa: Maikundgebung des DGB

Von: fjs
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Mehrere Hundert Teilnehmer zogen am „Tag der Arbeit“ durch die Dürener Innenstadt zum Ahrweilerplatz. Foto: Fred Schröder

Kreis Düren. „Das ist unser Tag, an dem wir zeigen wollen: Die Würde des arbeitenden Menschen am Arbeitsplatz gilt es zu sichern.“ Gewerkschaftssekretär Karl Panitz bot sich von der Höhe des Bühnenwagens ein eindrucksvolles Bild.

Zahlenmäßig deutlich mehr als in den Vorjahren gingen Arbeitnehmer auf die Straße, um am „Tag der Arbeit“ für ihre Rechte einzutreten. Wie bundesweit so forderte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auch auf dem Ahrweilerplatz in Düren „gutes Geld für gute Arbeit“, sichere Renten und ein soziales Europa.

Von der Kuhgasse aus zogen mehrere Hundert Teilnehmer durch die Innenstadt. Erstmals fand die Veranstaltung im Schatten der Annakirche statt. „Wir haben mit dem Pächter des Stadtparkrestaurants keine Einigung erzielen können“, begründete Panitz den Wechsel des Standortes vom Willy-Brandt-Park in die Innenstadt. Und der Ahrweilerplatz war keinesfalls nur eine Ersatzlösung.

Schon seit Jahren verzichten die Dürener Gewerkschaftler auf einen Festredner. Stattdessen talkte Karl Panitz mit Heinz Peltzer, dem Vorsitzenden des DGB-Kreisverbandes, mit Felix Kendziora, dem Arbeitnehmervertreter und Vizepräsidenten der Handwerkskammer Aachen, sowie Lara Gierscher vom Jugendausschuss der Industriegewerkschaft Bergbau-Energie-Chemie. Diese Zusammensetzung deckte das Themenspektrum ab.

Peltzer, Betriebsratsvorsitzender der Zuckerfabrik Jülich und auch im Konzernbetriebsrat von Pfeifer & Langen, rückte Schwerpunkte gewerkschaftlicher Arbeit in den Vordergrund: die Forderung nach gleichem Lohn für Leiharbeiter, Widerstand gegen sogenannte Werkverträge und Einsatz für einen flächendeckenden Mindestlohn. „Die 8,50 Euro können nur ein Einstieg sein; 10 Euro sind das Notwendigste, um von der Arbeit leben zu können.“ Der Kreisvorsitzende kündigte auch an, dass die Diskussion um den geplanten Bau eines Containerterminals ein gewerkschaftliches Themenfeld sei.

„Vernünftige Rente“

Felix Kendziora beklagte: „Das Handwerk bildet aus und die Industrie holt sich den ausgebildeten Nachwuchs.“ Seine Forderung: Das Handwerk muss Löhne in der Höhe zahlen, die eine vernünftige Rente erwarten lässt. Dass das Thema Rente die junge Arbeitnehmergeneration bewegt, verdeutlichte Lara Gierscher. Die Überzeug, dass die Rente sicher und ausreichend sei, sei in der jungen Generation kaum vorhanden.

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