Sozialdienst katholischer Frauen sucht ehrenamtliche Familienpaten

Von: bel
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DKB-Geschäftsführer Bernd BÀ
DKB-Geschäftsführer Bernd Böhnke, SkF-Geschäftsführer Ulrich Lennartz und Projektkoordinatorin Vera Mergenschröer (von links) versprechen sich von der Plakatwerbung in den DKB-Bussen eine große Resonanz. Foto: Elberfeld

Kreis Düren. Schon seit drei Jahren gibt es das Projekt „Familienpatenschaften” des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Düren und Umgebung. Im vierten Jahr ist der SkF erstmals eine Partnerschaft mit der Dürener Kreisbahn (DKB) eingegangen.

„Die Busse der DKB sind die richtige Plattform für das Projekt Familienpatenschaften”, stellte Bernd Böhnke, DKB-Geschäftsführer, bei der Vorstellung des Vorhabens fest, „denn die Kreisbahn ist das öffentliche Verkehrsmittel in der Stadt und im Kreis, das von Familien am meisten benutzt wird.”

Plakatwerbung in den Bussen

Mithilfe von Plakatwerbung in den Bussen sollen Menschen angesprochen werden, die zum einen ausreichend Zeit für die Beteiligung an einem sozialen Projekt haben und zum anderen Kinder und Jugendliche mögen. Familien, die mit den Problemen ihres Nachwuchses in Kitas und Schulen nicht zurechtkommen, sollen einen Paten bekommen, der sie eine Zeit lang unterstützt und begleitet.

Defizize ausgleichen

Diese Männer und Frauen springen da ein, wo es Defizite gibt. Das kann die Hausaufgabenhilfe sein, das kann die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch sein, das können aber auch die Oma oder der Opa sein, die den Kleinen in der Abwesenheit der Mutter ein Märchen erzählen. So werden Familien mit Kleinkindern und Familien mit schulpflichtigen Mädchen und Jungen unterstützt. Die Kinder sind bis zu 15 Jahren alt. Die Paten werden vor ihrem Einsatz geschult. Besondere Qualifikationen sind nicht notwendig.

„Wichtig ist, dass sich Leute mit ihrer ganzen Persönlichkeit einbringen, sich ihren Schützlingen mitteilen, neben der Zeit auch ihre Erfahrungen und Fähigkeiten weitergeben wollen”, erklärt Projektkoordinatorin Vera Mergenschröer.

Die Patengruppe trifft sich zum Erfahrungsaustausch alle zwei Monate. Vera Mergenschröer berichtete, dass die meisten Paten immer wieder betonten, dass auch sie während ihrer Arbeit neue Dinge lernen und interessante Menschen treffen. Verschiedene Berufe machen die Patengruppe lebendig.

Da sitzt der gestandene Handwerker neben dem Akademiker, die Krankenschwester neben der Sekretärin. Das Spektrum der betreuten Familien ist ebenfalls vielschichtig. Da gibt es Familien mit Vater, Mutter und Kind, meist kommen die Kinder aber aus Familien, in denen die Mütter allein erziehen. Im Schnitt melden sich im Kreis 30 Familien pro Jahr.

Zurzeit, berichtete SkF-Geschäftsführer Ulrich Lennartz, werden 20 Familien in dem Patenprojekt betreut. Bei Bedarf müssen sich die Familien eigenständig beim SkF melden. Interessierte, die eine Patenschaft übernehmen möchten, können sich unter 02421/2843158, 02421/284310 und per E-Mail an mergenschroer@skf-dueren.de melden.
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