„Southampton University Concert Band“ spielt für guten Zweck

Von: Bruno Elberfeld
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Die „Southampton University Concert Band“ spielte in der Marienkirche ein Benefizkonzert zugunsten des Caritasverbandes Düren. Foto: bel

Düren. Der Schirmherr des Benefizkonzerts in der Dürener Marienkirche, Weihbischof Dr. Johannes Bündgens, entwickelte seine Einführungsgedanken anhand des Hungertuchs, das gut sichtbar rechts im Altarraum hängt.

„Gott oder Gold?“ – das sei in diesen schwierigen Zeiten die Frage, stellte Bündgens in den Raum, noch beeindruckt von der Eröffnung der neuen EZB-Zentrale in Frankfurt, um die es die spektakulären Krawalle gegeben hatte. Weihbischof Bündgens wie auch Papst Franziskus halten die gegenwärtige Art des Wirtschaftens in zunehmender Globalisierung für tödlich. Der Bischof unterstrich seine Aussagen mit einem Wort Jesu aus dem Lukas-Evangelium: „Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.“

Im Mittelpunkt in der Marienkirche standen aber die 44 jungen Männer und Frauen zwischen 18 und 24 Jahren der „Southampton University Concert Band“, die auf ihrer Tournee durch Belgien, die Niederlande und Deutschland in Düren haltmachten, um hier ohne Gage für Projekte des Caritas-Verbandes Düren-Jülich zu spielen.

Im Repertoire hatten die jungen Musiker für jeden Geschmack und für jedes Alter etwas. Da waren für Blasorchester arrangierte Musikstücke aus bekannten Filmen, die so mancher Zuhörer mitsummen konnte. Begeistert waren Musiker wie Gäste auf den Kirchenstühlen von Melodien aus James Bond-Filmen. Passend zum Thema erklang die Musik aus „Goldfinger“, der die tödliche Sucht des Menschen nach dem Edelmetall raffiniert und spannend darstellt.

Die „Hymn to the Fallen“, ein Lied für die Gefallenen, erinnerte an die Toten der beiden Weltkriege. Melancholie und Traurigkeit wurden dann überführt in Fröhlichkeit, die den Menschen Wege zu einem pulsierenden Leben zeigte. Und nur wenige im großen Kirchenviereck konnten sich dem lateinamerikanischen Rhythmus von „Copacabana“ entziehen. Ein Medley aus Liedern von „The Voice Frank Sinatra“ fügte sich gut in die Atmosphäre ein.

Bei aller Ruhe in der Kirche gab es im Altarraum zwischen den Kompositionen regelmäßig Personenverkehr, wenn die beiden jungen Dirigenten, Kevin Withell und Myles Tyrell, sich am Pult abwechselten. Hörte und schaute man genau hin, so konnte man zwischen den beiden jungen Männern leichte Verschiedenheiten in der Interpretation und im Umgang mit dem Orchester wahrnehmen.

„Pirates of the Caribbean“, „Highlights from the Frozen“, „Selectiones from Hairspray“ oder „Instant Concert“ – mit jedem Titel spielten die Musiker freier auf. Ein Höhepunkt waren diesmal einige Kompositionen von Stevie Wonder.

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