Sonne soll ab Juni auf die Solarautobahn strahlen

Von: cro
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Auf der stillgelegten Trasse der ehemaligen A4 wird eine 750-Kilowatt-Anlage entstehen. Foto: ja

Niederzier. Die von der Gemeinde Niederzier gemeinsam mit RWE geplante Solarautobahn in Ellen geht voraussichtlich im Juni in Betrieb. Wie Bauamtsleiter Dirk Lauterbach mitteilt, wird auf der stillgelegten Trasse der ehemaligen Autobahn 4 nahe des Tagebaus Hambach eine 750-Kilowatt-Anlage entstehen – schon Ende des vergangenen Jahres war klar, dass die zunächst angepeilte 1,5-Megawatt-Anlage nicht zu realisieren ist.

Lauterbach erklärt, dass es zwischen einer 1,5-Megawatt- und einer 750-Kilowatt-Anlage keinen Mittelweg hätte geben können. „Bis zu einer Leistung von 750 Kilowatt ist die Einspeisevergütung reguliert. Mit jeder Anlage, die darüber hinaus geht, muss man in ein Auktionsverfahren“, sagt er und verweist auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Das heißt, dass die Gemeinde nun mit festen Einnahmen planen kann – bei einem Auktionsverfahren nicht.

Einnahme nicht kalkulierbar

Wie viel Geld letztlich in die Gemeindekasse fließt, kann Lauterbach noch nicht absehen. Sicher ist, dass die Vergütung 8,71 Cent pro Kilowatt/Stunde beträgt – alles andere hängt von der Sonne ab.

„Kurzfristig“ werden nun die Aufträge vergeben, und dass die Gemeinde den Juni als Starttermin für die Anlage anpeilt, hat einen einfachen Grund: „Wir wollen natürlich so viele Sonnenmonate wie möglich mitnehmen“, sagt Dirk Lauterbach. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Größe der Anlage halbiert, halbieren sich auch andere Faktoren: Die Investitionskosten liegen nach Angaben von Lauterbach nun bei rund 700.000 Euro, die Solarautobahn wird auf einer Länge von nur noch gut 450 Metern gebaut. Eine 1,5-Mega-Watt-Anlage hätte etwa 2000 Haushalte versorgen können, jetzt wären es rund 1000.

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