Kreis Düren - Sind die Beifahrer von heute die Fahrgäste von morgen?

Sind die Beifahrer von heute die Fahrgäste von morgen?

Von: sj
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Kreis Düren. Ohne das Auto läuft nicht viel. 68 Prozent aller Strecken werden im Kreis Düren mit dem Pkw zurückgelegt. Zu diesem Ergebnis kamen die Verkehrsplaner bei der Auswertung der repräsentativen Haushaltsbefragung zur Wahl der Verkehrsmittel.

 Im Vergleich mit anderen Landkreisen nimmt der Kreis Düren mit Heinsberg einen Spitzenplatz ein. Der NRW-Durchschnitt liegt bei 59 Prozent.

Ganz anders schneidet der Kreis Düren aber bei der Nutzung von Bus und Bahn ab. Etwa elf Prozent der Strecken werden so zurückgelegt. Vor allem bei Auszubildenden, Berufseinsteigern und Pendlern nach Köln und Aachen ist die Eisenbahn besonders beliebt. Mit elf Prozent ÖPNV-Nutzung liegt der Kreis über dem Landesdurchschnitt.

Zum Vergleich: Im Rhein-Erft-Kreis werden sieben Prozent aller Strecken mit Bus und Bahn zurückgelegt, im Kreis Heinsberg neun Prozent. In Düren und Jülich ist der Anteil der Radfahrer höher als in ländlichen Kommunen. Dort wird besonders in der Freizeit sehr oft zum Drahtesel gegriffen. Die Tatsache, dass zwar viele Strecken mit dem Auto zurückgelegt werden, aber der ÖPNV an anderen Stellen im Kreis gerne genutzt wird, deuten die Planer als Lücken im Netz. Diese sollen mit Schnellbussen geschlossen werden.

Dass die Verkehrslandschaft in Bewegung ist, zeigen einige Zahlen, die selbst die Verkehrsplaner bei der Vorstellung der Ergebnisse überrascht haben: 36 Prozent der Kreisdürener bis 17 Jahre sind meist als Beifahrer im Auto unterwegs. 16 Prozent sind überwiegend zu Fuß unterwegs, nur 13 Prozent mit dem Rad. Noch vor zwei Jahrzehnten habe der Anteil der Radfahrer und Fußgänger dominiert, berichtete Projektleiter Kai Pachan. Welche Auswirkungen dies auf die Nutzung von Bus und Bahn für die Zukunft habe, könne nur vermutet werden.

Fest stehe jedoch: Die Zahl der Senioren, die den ÖPNV nutzen, sinke kontinuierlich. Obwohl der Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung steige. Ohne „Gegenmaßnahmen“ werde laut Prognosen die Nutzung von Bus und Bahn bis zum Jahr 2030 um 10,9 Prozentpunkte sinken. Das Auto verliert 6,5.

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