Siebenschläferregel verspricht heißen Hochsommer

Von: kjl
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Kreis Düren. Das für Juni so typische Freibad- und Urlaubswetter setzte sich erst nach dem Kalendarischen Sommeranfang am 21. durch. In der zweiten Monatshälfte fielen zusätzlich nur geringe Regenmengen unter 5 l/qm.

Damit stieg die Waldbrandgefahr und die Pegel der Flüsse und Bäche sanken dramatisch, bilanziert unser Wetterexperte Karl-Josef Linden.

Trotz der kühlen Phase vom 18. bis 21. Juni (Tagestemperaturen um 11 Grad in den Höhengebieten) blieben die Monatsmitteltemperaturen im positiven Abweichungsbereich. Es war 0,8 bis 1,5 Grad zu warm. Trotzdem mussten die Heizungen - vor allem in den Hochlagen - bis weit in den Juni hinein wegen der vielen kühlen Nordwindlagen abends und nachts noch eingeschaltet bleiben. Die Mitteltemperatur betrug in Abhängigkeit von der Höhenlage in Vossenack 15,8 Grad und in Düren 17,1 Grad.

Den sommerlich geprägten Gesamtcharakter des Monats unterstützten auch die Sonnenscheinwerte. Die Sonne leistete Überstunden in allen Teilen des Kreises Düren, meist wurde ein Plus von 20 bis 25 Prozent erzielt, gut für unsere Solaranlagen. Hier einige Sonnenscheinsummen: Vossenack 157, Heimbach 212, Drove 252, Düren 260, Nörvenich 263 und Aldenhoven 273 Stunden.

Neben einer kurzen Hitzephase mit Gewittern am 6. Juni mit Temperaturen bis 29 Grad stiegen die Werte dann ab dem 23. täglich über 25 Grad und das Hochsommermärchen mit tollen WM Erfolgen der deutschen Fußballnationalmannschaft nahm erneut seinen Lauf.

Mit 30 bis 31 Grad am 28. wurde kreisweit der heißeste Tag gemessen. Wie so oft war Vettweiß in der freien Bördenlandschaft mit 33,1 Grad der Hitzepol, abgesehen von einigen Südhang-Tallagen. Die Höhenorte meldeten 27 bis 28 Grad. Mit sechs bis zehn Sommertagen lag der erste Sommermonat im Kreis Düren über dem langjährigen Mittelwert.

Gewitter und Sturmböen waren dagegen selten im Juni, kein Wunder bei soviel Hochdruckwetterlagen. Herausragend und in aller Erinnerung bleibt aber die extreme Trockenheit mitten in der Vegetationszeit. Die Hobbygärtner mussten - auch jetzt im Juli noch - tausende Liter Wasser an die Gartenpflanzen und Blumenkübel schleppen.

Ein deutliches Regendefizit war die Ursache. Die Regensummen waren so gering (meist nur 20 bis 30 Prozent des Junimittelwertes), dass örtlich sogar neue Jahrhundertrekorde für den Juni aufgestellt wurden. Zusammen mit 1976 und 1962 war es verbreitet einer der trockensten Junimonate. Die spärlichen Regensummen im Überblick: Hambach und Untermaubach 11 l/qm, Drove 12 l, Hoven und Nörvenich 13 l, Düren und Vlatten 14 l, Brandenberg und Gürzenich 15 l, Heimbach 17 l, Aldenhoven 18 l, Hergarten 22 l und Düttling 24 l/qm.

Siebenschläferregel spricht für viel Hitze

Auch im Juli dauert die tropische Hitze noch an. Da nach der Siebenschläferregel als Voraussetzung für einen heißen Hochsommer der Luftdruck vom 6. bis 11. Juli hoch sein muss, und das war bisher der Fall, können wir wahrscheinlich noch mit viel Hitze in den Sommerferien bis Ende August rechnen.

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