„Selbstbestimmt und gesund leben” - auch im Alter

Von: anik
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Kreis Düren. Die Menschen in Deutschland werden immer älter, aber sie bleiben auch länger aktiv. Das Alter als neue Lebensaufgabe wahrzunehmen und anzunehmen: dabei ging es beim vierten Bürgerforum des Kreises Düren.

Zahlreiche sehr interessierte Senioren nahmen an der Veranstaltung teil, die neun Programmpunkte und zudem viel Mutmachendes aufwies.

In Vertretung von Landrat Wolfgang Spelthahn begrüßte Elke Ricken-Melchert die Gäste. Anschließend berichtete sie über das Projekt „Aktiv im Alter”, das vom Bundesministerium für Senioren gefördert wird. Der Kreis nimmt mit diesem Projekt eine Sonderrolle ein: Er gehört zu den 50 Kommunen, die sich um Fördermittel bemüht und diese auch bekommen haben.

Ziel der Arbeit ist die Erweiterung der Möglichkeiten älterer Menschen zum Mitgestalten und Mitentscheiden. Dazu wurde beispielsweise eine Zukunftswerkstatt „Wohnen im Alter” durchgeführt, ein große Befragung und eine Exkursion zum Deutschen Seniorentag in Leipzig.

Wichtige geistige Anstöße für das Älterwerden bot der Vortrag von Elke Benetreu mit dem Titel „Alter immer gleich - immer anders”. Im Auditorium erkannte die Vortragende „Vertreter eines neuen Altersbildes”.

Es seien Menschen, die noch mitten im Leben stünden. Für sie gelte: „Neues wagen, neue Perspektiven entdecken.” Für das Älterwerden bot die Referentin die nachfolgenden grundsätzlichen Impulse: „Mit der Vergangenheit leben und sie in die eigene Lebensbetrachtung integrieren; dem Leben Inhalt und Struktur geben; mit dem Verlust und dem Tod nahestehender Menschen leben zu lernen; Sinn verwirklichen; in Anbetracht der eigenen Endlichkeit den eigenen Tod zu leben.”

Die Projekt-Mitarbeiterin Ursula Enderichs-Holzapfel stellte die Ergebnisse der Befragung „Aktiv im Alter” vor, die auf Kreisebene durchgeführt wurde. Diese habe zu einer „Weiterentwicklung der Seniorenpolitik im Kreis geführt”. Die insgesamt 293 Bögen seien zu 75 Prozent von Frauen ausgefüllt worden. Der größte Teil der Befragten möchte „selbstbestimmt, zufrieden und gesund in den eigenen vier Wänden wohnen”.

„Um zufrieden alt zu werden, bedarf es eines ganzen Gemeinwesens”, fasste Prof. Dr. Liane Schirra-Weirich ihre Anmerkungen zu dem Thema „Wie geht es weiter?” zusammen. Durch das Programm der sehr gelungenen und eindringlichen Veranstaltung führte Monika Sandjon.
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