Sechs Wochen fährt kein Zug nach Aachen

Von: smb
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Gesperrte Gleise bei der Bahn.
Ausgebremst werden die Fahrgäste, weil die Deutsche Bahn just während der gesamten Sommerferien – also exakt vom 26. Juni bis zum 10. August – zwischen Düren und Aachen marode Schienen erneuert und Weichen austauscht. Foto: Jens Büttner dpa/lmv/lno

Kreis Düren. In den Sommerferien wird die Bahnstrecke Düren-Aachen sechs Wochen lang gesperrt, weil Gleise erneuert werden müssen und Brückenarbeiten stattfinden. Der Fern- und Güterverkehr wird komplett über Mönchengladbach umgeleitet.

Da den Zugverkehr auf der Hauptstrecke in den Ferienwochen unterbrochen ist, verkehrt die Euregiobahn nur ab Langerwehe Richtung Aachen. Von Düren Richtung Köln fahren die Züge regulär. Als Ersatz für die ausfallenden Züge wird es eine Schnellbuslinie mit Gelenkbussen (ohne Halt) von Düren nach Aachen HBF geben, eine Ersatz-Buslinie von Düren nach Langerwehe und eine Ersatz-Buslinie von Düren nach Weisweiler mit Anschluss an die Regionalbahnlinie 20.

Mehrsprachiges Personal

Diese Regelung hat der Fahrgastbeirat nun mit den Verantwortlichen der Deutschen Bahn und des Nahverkehrs Rheinland besprochen, dazu viele Fragen aus Fahrgastsicht gestellt und Anregungen gegeben. „So konnten wir auch deutlich machen, was den ÖPNV-Nutzern am Herzen liegt“, heißt es aus dem Beirat. Kern der Forderungen war ausreichender Personaleinsatz zur Lenkung der Reisenden und für Servicemaßnahmen.

Der Beirat forderte eine lokale „Einsatzleitung“ mit kompetenten Mitarbeitern der DB. Unter anderem habe man die Verantwortlichen auf die Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Personen hingewiesen. Denn auch diese müssen den Weg vom Gleis zur Bushaltestelle bewältigen können. „Dafür sind einige auf Hilfe angewiesen. Entsprechendes Personal muss bereitstehen“, unterstreicht der Beirat.

Wichtig ist dem Beirat eine ausreichende und verständliche Beschilderung. „Diese muss auch immer wieder kontrolliert werden. Wir haben schon Fälle erlebt, in dem die Schilder zerstört oder abgebaut wurden“, wissen die Beiratsmitglieder. Darüber hinaus müsse auch sichergestellt sein, dass die Informationen mehrsprachig seien, damit auch Touristen in den Sommerferien wissen, wo es langgeht. Die Kennzeichnung der Busse soll nach dem Willen des Fahrgastbeirates klar und einfach sein. Die Pläne der Bahn findet der Fahrgastbeirat „nicht schlecht“, letztendlich käme es aber auf eine gute Umsetzung an.

Der Beirat äußerte die Erwartung, dass Reisende von Aachen nach Köln und umgekehrt mit dem Fahrschein der Strecke über Düren auch den Reiseweg über Rheydt nutzen können.

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