Kreis Düren - Schüler sollen ihre Stärken kennenlernen

Schüler sollen ihre Stärken kennenlernen

Von: ag
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Im „Zeittunnel”: Schüler der 7. und 8. Klassen an Haupt-, Gesamt-, und Förderschulen haben iin einem Parcours Gelegenheit ihre Stärken kennenzulernen. Foto: A. Gabbert

Kreis Düren. Wer will ich eigentlich sein, wo will ich eigentlich hin? Die Antworten auf diese Fragen fallen Jugendlichen nicht immer leicht. Oftmals sind ihnen ihre Stärken nicht bewusst, gerade auch in Hinblick auf die spätere Berufswahl.

Deshalb sollen Schüler der 7. und 8. Klassen an Haupt-, Gesamt- und Förderschulen auf einer ganz persönlichen Entdeckungsreise ihre eigenen Stärken kennenlernen. Das Projekt „komm auf Tour - meine Stärken, meine Zukunft” startete am Dienstag im Haus der Stadt.

Ob im „Zeittunnel”, auf der Theaterbühne, in der „strumfreien Bude” oder im Labyrinth entdecken sie Fähigkeiten, wie Sprechen, Fantasie und Kreativität, Ordnung und Organisation, Helfen und Unterstützen, Umweltbewusstsein, Handwerkliches Geschick und den Umgang mit Geld. Spontan müssen sich die Schüler an den vier Stationen des Parcours entscheiden, welche Aufgaben sie lösen wollen.

Zu bewältigen sind komplexe Alltagssituationen: Wer möchte in der „Loveline - TV-Beratung” Tipps zu Liebesfragen geben? Wer baut in der sturmfreien Bude die Betten wieder zusammen, bringt Ordnung ins Chaos oder kann einen flotten Tanz hinlegen?

Für die Auswahl der Aufgaben und die damit verbundenen Anforderungen erhalten die Jugendlichen verschiedene „Stärkepunkte”. Nach Abschluss des Parcours wählen sie entsprechend ihrer Stärken, einen Schrank aus, hinter dessen Türen sich eine Materialcollage verbirgt, die Anregungen zur Berufswahl liefert. Die Schüler sollen hinterfragen, ob sie sich mit den gesammelten Stärken identifizieren: Arbeite ich wirklich gerne mit den Händen? Bin ich ein Ordnungsmensch oder sprühe ich vor Fantasie?

Die landesweite Initiative der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW will Schüler frühzeitig ermuntern, ihre Lebensplanung zu gestalten. „Anfangs war ich skeptisch”, sagt Peter Junker vom Jugendamt der Stadt Düren. Nach einigen Vorgesprächen sei er aber schnell überzeugt gewesen.

Das Konzept komme bei den Schülern an. „Ich wollte schon immer mal als Schauspielerin auf der Bühne stehen, hier kann man das einfach mal ausprobieren”, verrät die 13-jährige Nina Kleinertz. Neben dem Parcours für die Schüler finden auch begleitende Veranstaltungen für Eltern und Lehrer statt, damit es nicht bei einer einmaligen Veranstaltung bleibt.
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