Schüler proben schon Einstellungstests

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Keine Klassenarbeit, sondern ein Probe-Einstellungstest: Die Schüler der Jahrgangsstufe 10 lernen für die Zeit nach der Schule. Foto: Ingo Bitter

Inden/Altdorf. „Wie geht noch mal Dreisatz?“ „Prozentrechnung – das hatte ich doch schon ...“ Wo liegt denn Luxemburg...?“ Solche und ähnliche Gedankengänge verfolgten die Schüler der Goltstein-Schule Inden während ihrer Teilnahme an einem Einstellungstest unter realen Bedingungen. Die komplette Jahrgangsstufe 10 mit nahezu 70 Schülern nahm teil an dieser Aktion.

Es ist keine Neuigkeit, dass der Industrie, den mittelständischen Unternehmen und den kleineren Betrieben der Ausbildungsnachwuchs fehlt und Facharbeiter Mangelware sind. So blieben zum Beispiel im August dieses Jahres 338 Ausbildungsstellen im Kreis unbesetzt, obwohl gleichzeitig 530 junge Menschen einen Ausbildungsplatz suchten.

So war diesmal Gerd Seifert, Ausbilder der Voith Paper Fabric &Roll Systems GmbH & Co. KG Betriebsstätte Düren, zu Besuch in der Goltstein-Schule und führte mit den knapp 70 Schülern einen Einstellungstest durch, so wie er unter realen Bedingungen auch in den Betriebsstätten stattfinden könnte. Dabei zeigte sich, dass einige Schüler recht schnell aus unterschiedlichen Gründen aufgaben, andere bemüht waren, jede Aufgabe ernsthaft zu bearbeiten und wieder andere einen Ehrgeiz entwickelten, welchen man aus dem “normalen“ Unterrichtsgeschehen so nicht kannte. Entsprechend fiel auch das Ergebnis aus.

Insgesamt gesehen ergibt sich eine Win-win-Situation: Schüler durften eine ihnen unbekannte Prüfungssituation simulieren und wissen jetzt zumindest grob, was auf sie zukommen könnte, bewerben sie sich entsprechend. Und Gerd Seifert lernte auf diese Weise potenzielle Kandidaten kennen, die eventuell für eine Ausbildung bei der Firma infrage kämen. Jedenfalls werden drei Kandidaten eingeladen, sich bei Gerd Seifert vorzustellen, um vielleicht in den Kreis möglicher Kandidaten für einen Ausbildungsplatz zu gelangen.

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