Schüler entdecken Tiere und Pflanzen

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Mit einer Malaise-Falle haben Schüler aus der Region typische Fluginsekten der hiesigen Ackerlandschaft eingefangen und identifiziert.

Kreis Düren. Die Agrarlandschaften der Rheinischen Börden sind uralte Kulturlandschaften, in denen eine Vielzahl charakteristischer Tier- und Pflanzenarten lebt. Die haben sich über Jahrtausende an ein Leben zwischen Pflug und Ernte angepasst. Viele dieser Arten – vom Ackerrittersporn über die Feldlerche bis zum Feldhamster – sind sogar auf die Ackernutzung und somit auf ein enges Zusammenleben mit dem wirtschaftenden Menschen angewiesen.

Allerdings durchleben sie inzwischen schwere Zeiten, denn angesichts der Nutzungsansprüche einer globalisierten Welt bleibt ihnen zunehmend weniger Raum zum Leben.

Anlässlich des 15. GEO-Tags der Artenvielfalt lud das „Netzwerk Lebendige Börde“ Schüler der Kreise Düren, Euskirchen und Rhein-Erft auf einen Naturstreifzug durch die Bördelandschaft ein. Der Startschuss fiel in „Weiler in der Ebene“, denn dort, wo die Kreise Düren, Euskirchen und der Rhein-Erft-Kreis aneinander stoßen, zeigt die Börde ihr unverwechselbares Gesicht.

Die Schüler entdeckten an diesem Vormittag mit Fachleuten des „Netzwerks Lebendige Börde“ ein Stück Natur vor der eigenen Haustür. Auf der erlebnisreichen Tour wurden die vielen verschiedenen Tier- und Pflanzenarten der Bördelandschaft möglichst genau untersucht und somit hautnah kennengelernt.

Mit Hilfe einer Malaise-Falle wurden typische Fluginsekten der Ackerlandschaft eingefangen und identifiziert. Ob Kohlweißling, Ackerhummel, Florfliege oder Siebenpunkt-Marienkäfer: die 70 Schüler staunten nicht schlecht, welche Insekten so durch die Luft fliegen.

Danach ging es, mit Becherlupen bewaffnet, auf die Suche nach weiteren Insekten. Auch die verschiedenen Feldvögel, wie die Feldlerche und ganz besonders die leuchtend gelbe Schafstelze, konnten mit Hilfe von Spektiven ganz genau beobachtet und bewundert werden. Ein Zuordnungsspiel und ein Quiz rundete den Tag ab.

Die Mitglieder des „Netzwerk Lebendige Börde“ werden auch in Zukunft mit ähnlichen Aktionen auf den Artenschwund der charakteristischen Arten der Rheinischen Börde aufmerksam machen und damit zum Schutz dieser Kulturlandschaft beizutragen.

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