Kreis Düren - Schlachthof Düren: Auch Jülicher Rat möchte genaue Informationen

Schlachthof Düren: Auch Jülicher Rat möchte genaue Informationen

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Im Schlachthof Düren sollen künftig weniger Tiere geschlachtet werden, um potenzielle Schlampereien zu unterbinden. Foto: Pauli

Kreis Düren. Die SPD-Kreistagsfraktion begrüßt die Entscheidung des Kreistages, nach den Vorkommnissen im Dürener Schlachthof die Zahl der Tierärzte im Veterinäramt um 1,5 Stellen aufzustocken. Mit diesem Schritt werde „möglichst schnell eine über das gesetzliche Maß hinausgehende Optimierung der Überwachung greifen“, heißt es in der Mitteilung der Sozialdemokraten.

SPD-Fraktionsvorsitzender Josef Johann Schmitz und seine Stellvertreterin Birgit Strack unterstützen auch den Vorschlag, auf den Gesetzgeber einzuwirken, die geltenden gesetzlichen Regelungen zu verändern, um den Tierschutz zu verbessern.

„Letztlich wird die Aufklärung und die strafrechtliche Ahndung seitens der Staatsanwaltschaft zu klären sein“, betont Schmitz. Zumal der Öffentlichkeit nur schwer zu vermitteln sei, warum Mitarbeitern des Kreis-Veterinäramtes trotz der ständigen Überwachung nicht aufgefallen sei, was der Soko Tierschutz in nur vier Tagen möglich gewesen war. Sie hatte Mitarbeiter im Oktober und November dort eingeschleust und schlimme Zustände aufgedeckt, die später auch in der ARD („Report München“) mit schockierenden Bildern gezeigt wurden.

Vor der Kreistagssitzung am Donnerstag hatten SPD und Grüne einen Fragenkatalog an die Verwaltung gerichtet. Das wird im Übrigen auch ganz im Sinne des Jülicher Stadtrates gewesen sein. Bei dessen jüngsten Sitzung wurden die durch die Soko Tierschutz ans Tageslicht gebrachten Missstände im Schlachthof auch kurz thematisiert. SPD-Fraktionschef Harald Garding beantragte zum Ende der Sitzung, dass Bürgermeister und Stadtverwaltung eine „ausführliche Stellungnahme beim Landrat“ in der Angelegenheit einholen möge. Das stieß sowohl bei Axel Fuchs als auch bei allen anderen Fraktionen auf Zustimmung.

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