Schausteller sind optimistischer

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Trotz Wirtschaftskrise ließen sich die Bürger im vergangenen Jahr das kleine Vergnügen auf dem Volksfest - im Bild die Dürener Annakirmes - nicht Foto: Abels

Kreis Düren. Nach einem von der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägten Jahr blicken die Schausteller im Dürener Land verhalten optimistisch in die Zukunft. „Die Menschen sind 2009 ihren Volksfesten treu geblieben”, bilanzierte der Vorsitzende des Verbands Reisender Schausteller Düren (VRS), Bert Cremer, beim Neujahrsempfang auf Burg Obbendorf.

„In Zeiten, in denen sich viele nicht mehr jeden Urlaub leisten können, gaben die Menschen aber gerne ihr Geld für das kleine Vergnügen auf dem Volksfest aus”, blickte Cremer auch auf eine gute Dürener Annakirmes zurück.

Trotzdem gehe es der Branche nicht gut. „Eine gewaltige Kostenlawine drängt nach wie vor manchen Betrieb an die Existenzgrenze. Cremer verwies auf weiter steigenden Energie- und Transportkosten und die explodierten Beiträge zur Berufsgenossenschaft, die allein im Jahr 2009 um 50 Prozent gestiegen sind, obwohl die Unfallzahlen seit 2004 gesunken sind. „Sie belasten die Branche sehr.”

Hinzu komme ein knallharter Konkurrenzkampf mit dem steigenden Angebot im Freizeitbereich und nicht zuletzt das anhaltende Sterben der kleinen Kirmessen und Schützenfeste. „Dabei gehören Volksfeste bundesweit nicht nur zu den ältesten, sondern auch zu den billigsten Kulturveranstaltungen, die eine Stadt ihren Bürgern bieten kann”, betont Cremer. Die Annakirmes mache da keine Ausnahme. Sie sei zu 100 Prozent kostendeckend. Alle mit ihr verbundenen Kosten würden von den Schaustellern durch die Standgelder getragen. Aus diesem Grund hält der VRS dann auch an seiner Forderung fest, in alle Belange des größten Volksfestes der Region als örtlicher Berufsverband eingebunden zu werden.

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