Sagenumwobene Tour zwischen Hinkelsteinen und Kiesgräbern

Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Der Eifelverein hat sein neues Eifeljahrbuch in den vergangenen Tagen herausgegeben und empfiehlt es als Weihnachtsgeschenk.

Zum 92. Mal nimmt der Eifelverein seine Leser mit auf eine literarische Reise kreuz und quer durch die Eifel. Auf 232 Seiten über Natur, Kultur, Geschichte und das Wandern beschreiben 26 Autoren die Schönheit der Landschaft im Städteviereck zwischen Trier, Koblenz, Köln und Aachen.

So führt der Wandervorschlag auf das Ferschweiler Plateau im Kreis Bitburg-Prüm, auf dem Autor Michael Weidert die Leser mitnimmt auf eine sagenumwobene Tour entlang von Hinkelsteinen, einer Wikingerburg, dem Fraubillenkreuz und Kiesgräbern.

Weniger spektakulär, aber ebenso abenteuerlich und spannend ist die von Alois Mayer beschriebene Reise entlang des Trierbaches vom Hochkelberg bis Müsch an der Ahr. Ruhe und Einsamkeit, aber auch eine Fülle an kulturellen Kleinodien findet der Wanderer entlang des 25 Kilometer langen Bachlaufes.

Auch Naturliebhaber kommen wieder auf ihre Kosten. Hermann Bothe vom Botanischen Institut zu Köln beschreibt anschaulich in Wort und Bild das Wesen sowie die Verbreitung der Orchideen in der Eifel. Ulrich Buchs geht auf die schützenswerten Naturdenkmäler in der Vulkaneifel ein und Wolfgang Kratz zeigt den Wandel der Eifeler Wald- und Forstwirtschaft im Laufe der vergangenen 100 Jahre auf.

Dramatisches berichtet Lutz Dalbeck über den Bestand an Feuersalamandern und anderen Amphibien in der Eifel, die ob eines von Menschen eingeschleppten Hautpilzes vom Aussterben in unserer Heimat bedroht sind. Den rätselhaften Mariensteinen an der Ahr gehen Bruno P. Kremer und Hildegard Ginzler nach und lüften das Geheimnis aus geologischer und volkskundlicher Sicht.

Dass zur Identität und Heimat auch das Bewusstsein der eigenen Geschichte gehört, zeigen eindrucksvoll mehrere Beiträge über das Leben in der Eifel während der beiden Weltkriege. Ob Stickereien und „Liebesgaben“ für die Soldaten an der Front von 1914/18 oder der Bau des Westwalls in der Eifel von 1938 bis 40, stets galt es, sich den neuen Herausforderungen zu stellen und Veränderungen anzunehmen.

„So auch heutzutage“, so die Hauptvorsitzende des Eifelvereins, Mathilde Weinandy, in ihrer Einleitung zum aktuellen Jahrbuch, „wo die Hilfsbereitschaft der deutschen Bürger gegenüber Menschen, die ihre Heimat verlassen haben, mehr denn je gefragt ist.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert