„Riegel vor“: Polizei gibt Tipps zum richtigen Einbruchschutz

Von: ja
Letzte Aktualisierung:
11079717.jpg
Hauptkommissar Dietmar Schorn von der Dürener Polizei berät Hausbesitzer und Mieter in allen Fragen rund um den Einbruchschutz. Foto: Abels

Kreis Düren. Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Kreis Düren ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr wieder um zehn Prozent gestiegen, während die Aufklärungsquote rückläufig ist. Für die Polizei ein Grund mehr, zu Beginn der „dunklen Jahreszeit“ noch einmal gezielt im Rahmen der landesweiten Aktionswoche „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ auf das Thema Einbruchschutz aufmerksam zu machen.

„Dabei spielt der Faktor Zeit die wichtigste Rolle“, betont Kriminaldirekor Jörg Malejka, Leiter der Direktion Kriminalität. Je länger ein Fenster oder eine Tür den Tätern standhalte, je größer sei die Chance, dass es bei einem versuchten Einbruch bleibe. „Wer es in drei bis fünf Minuten nicht schafft, in ein Haus einzudringen, der lässt in der Regel von seinem Vorhaben wieder ab, weil das Entdeckungsrisiko zu groß ist.“

Wie selbst ältere Fenster und Türen nachgerüstet werden können, erklären Hauptkommissar Dietmar Schorn und seine Kollegen täglich an Info-Ständen im Kreisgebiet und vormittags in der Dauerausstellung in der Hauptwache der Polizei in Düren, Aachener Straße 28, die Ratsuchende auch nach der Aktion aufsuchen können (Terminabsprache unter Telefon 02421/949-8700 oder -8711). Die Beratung ist kostenlos.

Alarmanlagen seien ein weiteres Mittel. Aber: 50 Prozent der Täter lassen sich von einem Signalton nicht abschrecken, betont Schorn. Daher gelte aus Sicht der Polizei der Leitspruch: „Mechanik geht vor Elektronik.“ Alle gut erreichbaren Fenster und Türen, vor allem rückwärtige, sollten speziell gesichert werden. Eine Nachrüstung koste pro Fenster etwa 200 bis 250 Euro. Eine Liste mit qualifizierten Fachbetrieben ist bei der Polizei erhältlich. Wer alle Hinweise der Polizei umsetzt, erhält die Plakette „Zuhause sicher“, die Einbrechern signalisiert, dass sie sich an diesem Haus die Zähne ausbeißen werden.

Jörg Malejka appelliert auch noch einmal an alle Bürger, wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen in der Nachbarschaft sofort an den Notruf Telefon 110 zu melden. „Wenn ihr Bauchgefühl sagt, da stimmt doch was nicht, dann rufen Sie uns bitte an. Wir gehen jedem Hinweis nach.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert