Rettungsschirm des Bistums für Arbeitslosen-Projekte

Von: kin
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Norbert Schoeller, Klaus Pentz
Norbert Schoeller, Klaus Pentzlin, Elisabeth Scharenberg, Peter Schongen und Thomas Müller (von links) freuen sich, dass das Bistum mehr Geld für Arbeitslosenprojekte bereitstellt. Foto: Kinkel

Kreis Düren. „Man kann sagen, dass dieses Geld ein kleiner Rettungsschirm des Bistums Aachen ist. Und das ist einfach ein gutes Zeichen.” Klaus Pentzlin ist Vorsitzender des Arbeitslosenzentrums in Düren und freut sich genau wie die anderen Vertreter kirchlicher Arbeitslosenprojekte in der Region Düren über die Entscheidung des Kirchensteuerrates, den „Solidaritätsfonds für arbeitslose Menschen” um 500.000 Euro auf 1,34 Millionen Euro zu erhöhen.

Thomas Müller vertritt die Region Düren im Kirchensteuerrat, er hat sich besonders für die Erhöhung des Solidaritätsfonds eingesetzt. „Der Fonds”, sagt Müller, „war im Zuge der Sparmaßnahmen des Bistums auch ziemlich gekürzt worden. Umso mehr freue ich mich, dass das Bistum jetzt wenigstens einmalig diese 500.000 Euro zahlen kann.”

Natürlich, fährt Müller fort, sei man damit nicht in der Lage, alle wegfallenden öffentlichen Mittel aufzufangen. Bisher haben die fünf kirchlichen Arbeitsloseninitiativen im Kreis Düren rund 80.000 Euro aus dem Arbeitslosenfonds bekommen.

Um auch von den zusätzlichen 500.000 Euro partizipieren zu können, sind die Verantwortlichen von „In Via Düren-Jülich”, dem „Arbeitslosenzentrum Düren”, dem „Christlichen Sozialwerk Jülich”, dem „Sozialwerk Dürener Christen” und dem „Salesianischem Zentrum Haus Overbach” aufgerufen, schnell neue Anträge zu stellen, um Fördergelder zu bekommen. Schon Anfang Mai soll entschieden werden, wer zusätzliche Fördergelder bekommt. „Wir wollen ja, dass ein Batzen von dem Geld nach Düren kommt”, sagt Thomas Müller.

Elisabeth Scharenberg vom „Christlichen Sozialwerk” hofft, einen Zuschuss für das neue Projekt „Möbel und mehr” zu bekommen, mit dem es Menschen ermöglicht wird, günstig Einrichtungsgegenstände zu bekommen: „So gelingt es uns hoffentlich, das Projekt für einen längeren Zeitraum zu sichern.”

„Es ist sehr wichtig, dass die Kirche sich engagiert”, sagt Norbert Schoeller von „In Via”. „Denn unsere Aussichten sind ganz düster, weil es immer weniger staatliche Unterstützung gibt.” Ähnlich sieht das auch Klaus Pentzlin. „Wir bekommen seit 2012 keine Landesförderung mehr. Das heißt, die Kirchen mussten einspringen.” Von den beantragten 12.000 Euro habe man nur die Hälfte bekommen. „Vielleicht wird das jetzt etwas mehr, so dass wir unseren offenen Treff für Arbeitslose aufrecht erhalten können.”
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