Rettungsdienst im Kreis wird neu ausgerichtet

Von: Fred Schröder
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Der Rettungsdienst im Kreis wird neue strukturiert. Foto: inla

Kreis Düren. Der Kreistag steht in seiner Sitzung am kommenden Dienstag, 30. September, vor einer weitreichenden Entscheidung. Er hat über die Errichtung der „Rettungsdienst Kreis Düren AöR“ zu entscheiden. Und damit um eine Übertragung des bodengebundenen Rettungsdienstes auf diese Anstalt des öffentlichen Rechts.

„Diese Übertragung und die gleichzeitig zu beschließende Umsetzung des Konzepts zur Neuausrichtung Rettungsdienst 2020 stellen einen Quantensprung in der in der Sicherstellung der Notfallversorgung für die Bürger des Kreises dar“, begründet Dezernent Peter Kaptain. Folgt der Kreistag den Vorlagen der Verwaltung, übernimmt die Rettungsdienst Kreis Düren die gebührenfinanzierten Bereiche „Rettungsdienst“ und „Notarzt“ im Wege der Gesamtrechtsnachfolge zum 2. Oktober 2014. An der Zusammenarbeit mit den Hilfsdiensten wie Rotes Kreuz und Malteserhilfsdienst ändert sich nichts.

Im Besitz des Kreises Düren bleiben dann noch die Leitstelle und das Feuerschutztechnische Zentrum in Stockheim sowie noch zwei in Kreiszuständigkeit zu bauende Rettungswachen. Grundlage künftiger Zusammenarbeit mit dem Kreis, der im Verwaltungsrat der neuen Anstalt durch Mitglieder des Kreistages und Landrat sowie Dezernt und Amtsleiter vertreten sein wird, ist eine entsprechende Vereinbarung. Die AöR wird den Kreis in den Trägergemeinschaften für die Luftrettung vertreten. „Die in dem Konzept Rettungsdienst 2020 vorgesehenen Maßnahmen hätten wir als Verwaltung so nicht stemmen können. Dazu ist die eigens gegründet AöR besser geeignet“, so der Kreisdezernent.

Mit der Neuausrichtung des Rettungsdienstes hat die Rettungsdienst Kreis Düren AöR gleich eine Herkulesaufgabe vor der Brust. Wie bereits berichtet, werden Notarztsystem und Rettungsdienst weiter ausgebaut. Einige Maßnahmen stehen bereits kurz vor dem Abschluss. So erhält Heimbach eine Rettungswache, nach Nideggen kommt ein Notarztwagen, der vorübergehend in Vettweiß angesiedelt ist, und in Huchem-Stammeln wird eine neue Rettungswache den betrieb aufnehmen.

Die Feuerwehr der Stadt Düren baut die Rettungswache West in Rölsdorf, und eine der beiden Rettungswachen in Jülich rückt näher an die Merscher Höhe. Die Anzahl der Einsatzfahrzeuge im Rettungsdienst wird wesentlich erhöht. Dabei ist wichtig, dass alle Fahrzeuge gleich ausgestattet sind – mit dem Ziel, dass jeder Mitarbeiter weiß, was sich wo in jedem Rettungsmittel befindet. Zusätzlich besteht bei Großschadenslagen die Möglichkeit, Reservefahrzeuge aus anderen Breichen einzusetzen. „Für den Bürger ist sichergestellt, dass unabhängig von Orts-oder Zuständigkeitsgrenzen das nächststehende Fahrzeug zum Einsatz kommt“, verspricht Peter Kaptain.

Die Neuausrichtung des Rettungsdienstes wird mittel- und langfristig auch Auswirkungen auf die Leitstelle in Stockheim haben. Ein Fachbüro soll im nächsten Jahr gutachterlich feststellen, ob und gegebenenfalls welche baulichen und personellen Maßnahmen notwendig werden könnten.

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