Radfahrer: Verkehrsregeln gelten nur noch in Ausnahmefällen

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Kreis Düren. Nachdem NRW-Innenminister Ralf Jäger die Fortschreibung der Polizeistrategie zur Verkehrsunfallbekämpfung vorgelegt hat, kündigt auch die Dürener Polizei mehr Kontrollen an. Denn der Kreis Düren bleibt vom negativen Trend bei Verkehrsunfällen mit gravierenden Folgen nicht verschont.

Zwar sei der Anstieg nicht dramatisch, jedoch gelte es, dem Trend frühzeitig entgegen zu treten. Im Vergleichszeitraum Januar bis November 2010 zu 2011 stieg die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Personen von 1183 auf 1226 (plus 3,6 Prozent) an. Im gleichen Zeitraum nahm die Zahl der Verkehrstoten von elf auf 13 (plus 18 Prozent) zu. Auch bei den Ursachen für schwere Verkehrsunfälle bildet der Kreis Düren im Vergleich zum Land leider keine Ausnahme. Nicht angepasste Geschwindigkeit spielt die unrühmliche Hauptrolle.

Besorgniserregend ist aus Sicht der Polizei auch die Entwicklung bei den Zweiradfahrern. Trotz intensiver polizeilicher Bemühungen stieg die Zahl der bei Motorradunfällen verletzten Personen im Vergleich zu 2010 um 14,5 Prozent. Ebenso deutlich ist die Entwicklung im Segment Fahrradfahrer. Die Zahl der verunglückten Radfahrer im Kreis Düren stieg um 12,8 Prozent. Rund 88 Prozent der verunglückten Radfahrer im Stadtgebiet waren gleichzeitig auch Verursacher der Unfälle. Den Entwicklungen wird die Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde verstärkte Kontrollen entgegensetzen.

„Wir möchten die Verkehrsteilnehmer nicht abkassieren”, meint der Leiter der Direktion Verkehr, Erster Polizeihauptkommissar Robert Houben. „Es muss jedoch gelingen, Einfluss auf das Geschwindigkeitsniveau der motorisierten Verkehrsteilnehmer zu nehmen. Nur so können wir es schaffen, den Negativtrend zu brechen und die Zahl der Getöteten und Verletzten im Straßenverkehr zu reduzieren.”

Dazu wird die Polizei sich bei Kontrollen nicht verstecken. „Wir wollen Transparenz. Neu ist daher, dass wir die geplanten Messstellen auf unserer Internetseite unter www.polizei.nrw.de/dueren veröffentlichen. Jeder kann sich dort darüber informieren, welche Messstellen wir in den nächsten Tagen geplant haben. Außerdem werden wir neben Zivilfahrzeugen auch Streifenwagen an den Messorten einsetzen. Darüber hinaus werden wir natürlich auch weiterhin flexibel unsere Kontrollen durchführen”, sagte Robert Houben weiter.

„Leider muss man feststellen, dass sich ein beträchtlicher Anteil der Fahrradfahrer von der Einhaltung der Verkehrsvorschriften verabschiedet hat. Das wollen und können wir in Anbetracht der Entwicklung nicht dulden”, so Houben. Neben aufklärenden Maßnahmen an Schulen und Informationsständen in Zusammenarbeit mit anderen Trägern der Verkehrssicherheitsarbeit im Kreis Düren wird ebenfalls auf Kontrollen gesetzt.
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