Kreis Düren - Rachel will das Profil schärfen

Rachel will das Profil schärfen

Von: Sandra Kinkel
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Freude unter CDU-Männern: NRW
Freude unter CDU-Männern: NRW-Spitzenkandidat Norbert Röttgen(links) und Landrat Wolfgang Spelthahn (rechts) beobachten den Handschlag von Thomas Rachel (Zweiter von links) und Karl Schavier. Foto: kin

Kreis Düren. Einer von Thomas Rachels ersten Gratulanten beim CDU-Kreisparteitag auf Burg Obbendorf war Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Kurz nach Rachels Wahl zum neuen Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Düren-Jülich lobte Röttgen ihn als „einen richtig starken Anwalt für den Kreis Düren in Berlin”.

Nach 23 Jahren hatte Karl Schavier den CDU-Kreisvorsitz in jüngere Hände abgegeben, und das Votum der Delegierten war mit 90 Prozent mehr als deutlich.

Karl Schavier hatte den CDU-Kreisverband in schwierigem Fahrwasser übernommen. Hinter der Partei lagen verlorene Wahlen, die CDU war nicht mehr stärkste Partei im Kreis Düren. „Die Lage war ausgesprochen ernst”, so Landrat Wolfgang Spelthahn. „Aber Karl Schavier hat unsere Partei moderat und weise geführt. Für die CDU und die 270 000 Menschen im Kreis Düren waren 23 Jahren Karl Schavier eine gute und wertvolle Zeit. Er ist einfach ein netter Mensch geblieben.”

Schavier selbst betonte, dass in 23 Jahren Parteivorsitz die schönen Momente deutlich überwogen hätten. „Ich habe das Amt mit Freude und Begeisterung ausgeübt, aber ich musste auch eine gewisse Leidensfähigkeit entwickeln. Hiebe vom politischen Gegner tun weh, Hieb von politisch Gleichgesinnten hinterlassen tiefe Wunden.”

Bei den Wahlen zum neuen Kreis-Parteivorstand gab es keine Überraschungen und auch sonst war der Kreisparteitag zwar sehr lange, aber friedlich. Der neue Parteichef Thomas Rachel betonte, in seiner Amtszeit das Profil der CDU als Volkspartei schärfen zu wollen. Er wolle, so Rachel, die Mitglieder stärker in die Arbeit der Partei miteinbeziehen. Auch Mitgliederwerbung, so Rachel, sei wichtig. „1000 unser 3300 Mitglieder sind älter als 70 Jahre. Daran müssen wir etwas tun.” Gerade auch für den bevorstehenden Landtagswahlkampf brauche man, so Rachel, „eine starke CDU”.

In Sachen Landtagswahlkampf war auch Norbert Röttgen auf Burg Obbendorf zu Gast. „Wir haben jetzt”, so Röttgen, „eine gemeinsame Aufgabe und müssen in die Auseinandersetzung gehen.” Er habe sich geschämt, so Röttgen, wie der nordrhein-westfälische Landtag zu Ende gegangen sei. Das „rot-grüne Experiment” sei gescheitert, deswegen gebe es auch kein Recht auf Verlängerung einer rot-grünen Regierung. „Die Regierung von Hannelore Kraft hatte kein Thema, kein Ziel und keine inhaltlichen politischen Ansprüche.”

Einziger Erfolg der vergangenen zwei Jahre sei der Schulkonsens in NRW. „Und den hat unsere Partei initiiert.” Die CDU haben schon in der Opposition sehr viel Verantwortung übernommen. „Wir sind glaubwürdig, authentisch und haben ein Zukunftsprogramm für NRW. Deswegen haben wir gute Chancen, stärkste Partei zu werden,” nordete Röttgen die Delegierten ein.
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