Quote bei der U3-Betreuung löst Verwunderung aus

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Kreis Düren. Mit Verwunderung reagiert Gregor Dürbaum, Leiter des Kreisjugendamtes, auf die jüngsten Daten des Statistischen Landesamts NRW, die dem Kreis Düren im Landesvergleich ein unterdurchschnittliches Angebot an U3-Plätzen bescheinigen.

„Wie das Statistische Landesamt zu seinen März-Zahlen und seiner negativen Bewertung für den Kreis Düren gekommen ist, ist für uns nicht nachvollziehbar”, betont Dürbaum. „Wählt man als Stichtag - wie allgemein üblich - den 1. August als Beginn eines jeden Kindergartenjahres, so steht für den Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes bei der Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren vom Jahr 2008 zum Jahr 2009 eine Steigerung von 7,3 auf 11,8 Prozent zu Buche. Damit liegt der Kreis sogar über dem Landesschnitt. Wir haben in den letzten Jahren - unterstützt von den Trägern der Kindertagesstätten - alles daran gesetzt, bedarfsgerecht Betreuungsplätze zu schaffen.”

Da dies mit erheblichen Kosten verbunden sei, die vom Land aber nur unzureichend erstattet werden, habe der Kreis mit anderen Kommunen erst vor wenigen Tagen beim Landesverfassungsgericht in Münster eine Kommunalverfassungsbeschwerde eingereicht, erklärt Dürbaum weiter.

„Der Landrat setzt falsche Prioritäten. Er redet viel über einen familienfreundlichen Kreis, aber der Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten für unter Dreijährige bleibt weit hinter dem Landesdurchschnitt zurück”, kommentiert der jugendpolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion und Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan die jüngsten Zahlen. „Es ist erfreulich, dass in den letzten beiden Jahren auch im Kreis Düren viele Eltern einen Platz für ihre Jüngsten unter drei Jahren in Tageseinrichtungen oder bei Tagesmüttern gefunden haben. Aber die Nachfrage ist unverändert hoch”, erläutert Nietan. Die Politik habe ihre Hausaufgaben gemacht. Über alle Fraktionen hinweg sei man sich schon lange einig, dass die Betreuung für unter dreijährige Kinder im Kreis Düren Priorität hat. „Die Umsetzung durch die Kreisverwaltung könnte aber noch zügiger geschehen, damit wir den Anschluss zur landesweiten Entwicklung nicht verpassen.”

Statistik weist kreisweit 505 Plätze aus

Kreisweit liegt die Betreuungsquote von Kindern unter drei Jahren laut Statistischem Landesamt zum Stichtag 1. März 2009 bei 7,7 Prozent (505 Plätze).Für den Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes werden 9,1 Prozent (366 Plätze) ausgewiesen, während NRW-weit 11,6 Prozent aller Kinder unter drei Jahren einen öffentlich geförderten Platz in einer Kita oder bei Tageseltern erhalten können.
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