Proteste begleiten AfD-Veranstaltung in Hambach

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Viele Niederzierer demonstrierten am Dienstagabend gegen die AfD, die zu einer Informationsveranstaltung eingeladen hatte. Foto: Abels

Hambach. „Bunt statt Braun“: Nach einem Aufruf des Dürener Bündnisses gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Gewalt haben am Dienstagabend mehr als 200 Bürger in Hambach lautstark, aber friedlich gegen die AfD-Veranstaltung mit Bundessprecher Jörg Meuthen im Brau- und Gästehaus „Gaffel Häusgen“ demonstriert.

„Seit Monaten vergiftet die AfD den öffentlichen Diskurs in Deutschland mit rechter Hetze und populistisch rückwärtsgewandten Parolen“, betonte Bündnis-Sprecher Karl Panitz. „Wir setzen dieser rechtspopulistischen Hetze gegen Flüchtlinge und Ausländer ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt entgegen.“

Und weiter: „Die selbsternannte Alternative für Deutschland ist in keiner Weise eine Alternative für eine weltoffene und solidarische Gesellschaft“, betonte Panitz. „Wir werden als Bündnis in den kommenden Monaten alles daran setzen, dass die Ansichten der AfD nicht gesellschaftsfähig werden und ihre Politiker nicht in die Parlamente kommen.“

Für die im Niederzierer Gemeinderat vertretenen Parteien verlas SPD-Fraktionschef Ortwin Clever eine gemeinsame Erklärung. Darin betonten SPD, CDU und Grüne: „Die AfD tritt für eine hetzerische, geschichtsvergessene und völkisch-nationalistische Politik ein. Sie gefährdet mit ihren Ideen und politischen Zielsetzungen den sozialen Zusammenhalt und Frieden in der Gesellschaft.“

Die Ziele der AfD seien mit den anerkannten Werten der deutschen Demokratie, die auf einem christlichen Menschenbild basieren, nicht zu vereinbaren. „Wir leben in der Gemeinde Niederzier seit Jahrzehnten im friedlichen Miteinander vieler Nationalitäten, Religionen und individueller Lebensentwürfe. Das lassen wir uns von einer rechtsnationalen Partei nicht nehmen.“

Während das Bündnis seine Protestveranstaltung gegen 19 Uhr beendete, begann die Informationsveranstaltung der AfD mit Jörg Meuthen, der eigens aus Baden-Württemberg angereist war, um über seine politische Arbeit zu informieren und die Parteimitglieder auf die anstehenden Wahlkämpfe einzuschwören. Im Saal verfolgten rund 120 Zuhörer die Ausführungen des AfD-Bundessprechers, darunter zahlreiche Sympathisanten aus benachbarten Kreisen.

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