Kreis Düren - Projekt „Startklar”: Orientierung für die Berufswahl

Projekt „Startklar”: Orientierung für die Berufswahl

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In der Modellregion Kreis Düren unterstützt das Förderprogramm „Startklar!” Hauptschüler auf ihrem Weg ins Berufsleben. Im Kreishaus Düren erhielten die Neuntklässler jetzt ihre kostenlosen Fahrtausweise von den Sponsoren DKB und Rurtalbahn.

Kreis Düren. Dass sie nicht für die Schule, sondern fürs (Berufs-)Leben lernen, erfahren Jugendliche an sieben Hauptschulen im Kreis Düren hautnah.

Seit der Kreis Düren Modellregion des Förderprogramms „Startklar!” ist, setzen sich rund 300 Achtklässler intensiv mit ihren Begabungen und Neigungen auseinander. Frei nach dem Motto „Versuch macht klug” schnuppern sie in vier bis sechs Berufsfelder ihrer Wahl hinein, indem sie in den Ausbildungsbüros und -werkstätten des Sozialwerks Dürener Christen und der Handwerkskammer Aachen selbst Hand anlegen.

Auf diese Weise haben die Achtklässler der Hauptschulen St. Josef, Birkesdorf, Gürzenich, Ruraue Jülich, Nörvenich, Vettweiß und Linnich im vergangenen Schuljahr erste Pflöcke Richtung Berufsleben eingeschlagen.

Beginn der zweiten Phase

Rund ein Viertel von ihnen geht jetzt in die zweite Phase. Um daran teilnehmen zu können, bedurfte es besonderen persönlichen Engagements: So mussten sich die Schüler gesondert für die Teilnahme bewerben und ihre Motivation belegen. Erneut sind 80 Stunden für das wichtige Thema Berufsorientierung reserviert.

Die Neuntklässler feilen nun weiter an ihren praktischen Fähigkeiten in ihren Wunschberufen und knien sich ins Theoretische hinein. Zudem steht die Persönlichkeitsentwicklung auf ihrem Programm, darunter das gute Miteinander mit Kollegen, Vorgesetzen und der Umgang mit Kunden.

Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung trafen sich die Neuntklässler im Kreishaus Düren, in dem das regionale Bildungsbüro als koordinierende Stelle des Förderprogramms von Bund und Land angesiedelt ist. Dort stimmten die „Startklar!”-Partner die Jugendlichen auf die neue Herausforderung ein. „Loszulaufen allein reicht nicht, man muss ein Ziel vor Augen haben, das man erreichen will. Ihr wollt sicher eines Tages selbstständig sein, eine eigene Wohnung haben und euer eigenes Leben leben”, würdigte Schulamtsdirektor Josef Lemoine das Engagement der Jugendlichen.

Dass die Eltern unverzichtbare Begleiter ihrer Kinder auf dem Weg in die Selbstständigkeit sind, betonte das Team des regionalen Bildungsbüros. „Sprechen sie mit ihren Kindern, unterstützen sie sie bei der Suche nach ihrem eigenen Weg”, appellierte Margret Sieben an die erfreulich vielen Eltern, die ihre Kinder zu dem wichtigen Termin begleitetet hatten.

Was die Schüler in den nächsten Wochen und Monaten erwartet, stellten Christian Siebertz vom Sozialwerk Dürener Christen und Margit Keller von der „Qualitec” der Handwerkskammer Aachen vor. „Wenn Ihr euren Wunschberuf findet und in der Schule in den dafür besonders wichtigen Fächern richtig Gas gebt, dann ist das optimal”, formulierte Margit Keller ihren Wunsch.

Um ihr künftiges „Trainingslager” zu erreichen, sind die jungen Leute auf Busse und Bahnen angewiesen. Im Kreis Düren sponsern die Dürener Kreisbahn und die Rurtalbahn die täglichen Hin- und Rückfahrten.

An den sieben Hauptschulen steigen in diesen Tagen erneut rund 300 Achtklässler in „Startklar!” ein. Um dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel zu begegnen, werden die Teilnehmer auch in Klasse 10 individuell unterstützt. Das Zertifikat, das sie am Ende erhalten, gilt als Empfehlung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
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