Polizeichef per Eskorte in den Ruhestand

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Zum Abschied überreichte Landrat Wolfgang Spelthahn dem scheidenden Polizeidirektor Werner Eismar die noch von Ex-NRW-Innenminister Ingo Wolf unterzeichnete Versetzung in den Ruhestand. Foto: Abels

Kreis Düren. Die letzte Dienstfahrt war eine besondere. Vier Motorradpolizisten eskortierten Polizeidirektor Werner Eismar von seinem Wohnort Arnoldsweiler zur offiziellen Verabschiedung ins Kreishaus.

14 Jahre lang war Eismar als Leiter der Abteilung Gefahrenabwehr und Strafverfolgung (GS) das „Gesicht der Polizei im Kreis Düren”, umschrieb Landrat Wolfgang Spelthahn als Behördenleiter voller Respekt das Wirken des 61-Jährigen, der Großartiges geleistet und einer verhältnismäßig kleinen Behörde mit etwas mehr als 400 Mitarbeitern zu bundesweiter Aufmerksamkeit verholfen habe.

Zum Monatsende geht der „starke Kapitän eines starkes Teams” (Spelthahn) in den Ruhestand; aber nicht ohne ein mahnendes Wort an die neue NRW-Minderheitsregierung zu richten, die im Koalitionsvertrag eine weitere Optimierung der Polizeistrukturen angekündigt hat. Soweit es die Organisation betrifft, sieht Eismar keinen Grund für grundlegende Veränderungen, sprich die Auflösung kleinerer Behörden wie Düren und ihre Integration unter dem Dach größerer Einheiten in Köln oder Aachen.

Die regionale Verantwortung sei wichtiger denn je, betonte Eismar und verwies darauf, dass alle Kommunen im Kreis, auch die kleinsten, über eigene Bezirksbeamten verfügen und dass in Aldenhoven, Linnich und Nörvenich angesichts besonderer Umstände zusätzlich zu den Wachen in Düren, Jülich und Kreuzau drei Polizeiposten eingerichtet werden könnten. Bei allem Verständnis für die Wünsche der Bürgermeister, „die Einrichtung weiterer Außenstellen ist personell aber nicht möglich”, gab der scheidende Polizeidirektor der Politik mit auf den Weg.

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