Plakat mit Konterfei von Oliver Krischer sorgt für Knatsch

Von: kin
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Niederzier. „Schnauze voll... von den ewigen Klimalügen“, steht auf einem großen Banner, das an den Zufahrtsstraßen zum Tagebau Hambach zu sehen war.

„Garniert“ ist das Plakat der IG BCE mit einem Foto des Grünen-Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer und seinem Parteikollegen und ehemaligen Bundesumweltminister Jürgen Trittin. „Ich habe die Plakate eher zufällig entdeckt“, sagt Krischer. „Und natürlich muss ich damit leben, dass solche Dinge mit meinem Foto passieren, aber ich frage mich natürlich, was dieses Plakat bedeuten soll. Wird mir vorgeworfen zu lügen oder ist der Klimawandel eine Erfindung, wie es auch im Parteiprogramm der AfD steht?“

Er halte, so der stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, diese Kampagne „in ihrem Vokabular für sehr grenzwertig.“ „Ich verurteile jede Form von Gewalt“, ergänzt Krischer. „Natürlich auch die der Aktivisten im Hambacher Forst. Aber dieses Plakat zeugt auch nicht unbedingt von Gesprächsbereitschaft.“ Gemeinsam haben Krischer und Trittin einen Brief an den IG BCE-Bundesvorsitzenden Michael Vassiliadis geschrieben und ihr Unverständnis über das Banner in Hambach deutlich gemacht.

Resultat: Vassiliadis hat sich von der Aktion der Bezirksgruppe Alsdorf, zu der auch der Kreis Düren gehört, distanziert und das Banner entfernen lassen. „Sie sind auf einem Transparent der Initiative ‚Schnauze voll‘ persönlich mit dem Begriff der Klimalüge in Zusammenhang gebracht worden“, so Vassiliadis in einem Brief an Krischer, der auch unserer Redaktion vorliegt. „Diese Aktion findet weder inhaltlich noch in ihrer Form die Zustimmung der IG BCE“.

Gleichwohl befürwortet der Gewerkschafts-Chef die Initiative „Schnauze voll“. Sie habe einen wichtigen Beitrag zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit den Teilnehmern des jüngsten Klimacamps geleistet. Auch distanziert Vassiliadis sich deutlich von einer „AfDisierung“ der IG BCE. „Uns in eine rechtsradikale Ecke zu stellen, ist sicher kein Beitrag zu einer angemessenen und zivilisierten Debatte, um zur richtigen Klima- und Energiepolitik zurückzukehren.“

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