Kreis und Stadt Düren wirbt erneut für das „Pendlerportal“

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„Pendlerportal“: Geld sparen und den Verkehr reduzieren

Von: cro
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Am PC oder mit dem Smartphone: Mit wenigen Klicks können Pendler herausfinden, ob sie jemand mit zur Arbeit nehmen kann – oder sie können selbst anbieten, jemanden mitzunehmen. Foto: Rose

Kreis Düren. Stadt und Kreis Düren können auch kostengünstig, wenn es um den Versuch geht, die Luft zu verbessern, Staus zu reduzieren und das Pendeln angenehmer und bezahlbarer zu machen. Ihr Ansatz: Eine kostenlose Alternative zu Auto, Fahrrad und ÖPNV bewerben, anstatt neue Konzepte zu entwickeln und viel Geld zu investieren.

Deswegen gehen die beiden Verwaltungen mit drei großen Arbeitgebern im Kreis in die Offensive. Sie machen sich für das „Pendlerportal“ stark: Arbeitnehmer können sich im Internet (www.pendlerportal.de) oder mit einer App auf dem Smartphone kostenlos registrieren und nach Mitfahrgelegenheiten suchen – mit Glück stößt man auf (vielleicht noch fremde) Arbeitskollegen. Oder Leute, dessen Arbeitsweg nahezu identisch ist.

Online suchen, im echten Leben einsteigen, nicht mehr alleine fahren, Verkehr reduzieren. Eine Blaupause für einen entspannteren Arbeitsweg. Und eine, die bei einem Vorstoß des Kreises vor drei Jahren auf wenig Interesse gestoßen ist. „Wir versuchen es aber noch mal, die Zeit ist heute reifer“, bekräftigte Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) gestern. „Von der Logik her ist es doch klar, dass so eine Möglichkeit Vorteile bringt. Aus vier Autos kann eins werden.“

Angebot gilt für alle

Mit den beiden Verwaltungen machen das Forschungszentrum Jülich, das Krankenhaus Düren und die Firma Heimbach mobil – zusammen kommen die Arbeitgeber auf 10.000 Mitarbeiter. Angesprochen fühlen soll sich aber jeder Pendler. Dr. Peter Burauel vom FZJ-Zukunftscampus erklärte, dass das Jülicher Unternehmen das Portal seit 2015 nutze, weil der ÖPNV speziell für die Mitarbeiter aus dem Jülicher Land unzureichend sei. „Etwa 60 Inserate haben wir im ersten halben Jahr verzeichnet. Danach mussten wir immer wieder an das Angebot erinnern, man muss aktiv bleiben“, sagte Burauel.

Der Kreis Düren, erklärte der Mobilitätsbeauftragte Bernd Böhnke, hat 2014 das Berufsverkehrsverhalten von 48 Firmen abgefragt und Profile erstellt, wie die Mitarbeiter die Unternehmen erreichen. Für das „Pendlerportal“ werben nun fünf Unternehmen, die selbst großen Druck verspüren (zum Beispiel Parkplatzprobleme beim Krankenhaus Düren), das Thema Mitarbeiter-Mobilität anzupacken, und sich bereits damit beschäftigen. „Wir wollen allen einen Tipp geben, wie sie bequemer, kostengünstiger und umweltfreundlicher pendeln können“, unterstrich Dürens Bürgermeister Paul Larue (CDU). Noch gibt es kaum Angebote an der Rur auf dem „Pendlerportal“, das ein Projekt von Städten, Kreisen und Verkehrsverbünden in NRW ist.

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