Patricia Peill über die wichtigsten Ziele der CDU-Frauen-Union

Von: Jörg Abels
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Appelliert an die Frauen, sich stärker kommunalpolitisch zu engagieren, um ihre Interessen durchsetzen zu können: Dr. Patricia Peill, Vorsitzende der Frauen-Union im Kreis Düren. Foto: Abels

Kreis Düren. Patricia Peill hat den Spagat geschafft. Die 45-jährige Mutter hat nicht nur während der Erziehung ihrer vier Kinder promoviert und ist seit Jahren berufstätig, sie findet nebenher auch noch Zeit, sich kommunalpolitisch zu engagieren.

„Die Generation vor uns hat die Frauenrechte erkämpft. Wir müssen jetzt versuchen, sie in der heutigen Welt umzusetzen.” Für die Vorsitzende der Frauen-Union im Kreis Düren hat die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit verbunden auch der massive Ausbau der U3-Betreuung oberste Priorität; obwohl das durchzusetzen in männlich dominierten politischen Gremien immer noch recht schwierig sei.

Um so wichtiger ist es Patricia Peill und ihren Mitstreiterinnen im Kreis Düren, dass mehr Frauen politisch mitarbeiten. „Wenn sich Frauen bereits in Vereinen oder sozialen und kulturellen Einrichtungen engagieren, ist der nächste Schritt, der in die Kommunalpolitik, wichtig, um die eigenen Interessen auch durchsetzen zu können”, betont die FU-Vorsitzende.

Mehr Frauen auf kommunaler Ebene zur Mitarbeit im politischen Raum zu bewegen, ist aber nur eines von vielen Themen, die sich die Frauen-Union landes- und bundesweit, aber auch im Kreis Düren auf die Fahne geschrieben hat. Ein zentrales Anliegen ist darüber hinaus die Forderung nach gleicher Bezahlung für gleiche Arbeit. „Eu-weit liegt die Differenz zwischen Männern und Frauen immer noch bei 17,4 Prozent, in Deutschland aber bei 23 Prozent”, klagt die Unternehmensberaterin und verweist auf die bundesweite FU-Kampagne „Warum nicht gleich?” „Wir müssen die Betriebsräte für mehr Lohngerechtigkeit sensibilisieren und die Frauen stärken, ihre Gehaltsvorstellungen offensiv zu vertreten.”

Auch der Landesdelegiertentag der Frauen-Union (Info links) wird sich intensiv mit dem Thema beschäftigen. „Gleiche Entlohnung von Männern und Frauen” ist einer der Anträge überschrieben, die verabschiedet werden sollen.

Und wenn sich die FU dafür einsetzt, Kinderpornographie durch Zugangssperren im Internet wirksam eindämmen zu wollen, spricht Patricia Peill auch von der Gefahr des Internetmobbings bei jungen Mädchen.

„Hier wollen wir uns als Frauen-Union im Kreis Düren gezielt einsetzen”, kündigt Patricia Peill gleich mehrere Veranstaltungen in den kommenden Monaten an, bei denen die FU vor allem die Eltern für die Problematik sensibilisieren will. „Denn ich bin sicher, dass es auch Fälle von Internet-Mobbing im Kreis Düren gibt. Wir müssen die Gefahren viel ernster nehmen”, betont die 45-Jährige. „Aber da sind wir als Gesellschaft insgesamt gefragt.”
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