Oktoberwetter: Wenig Gold und Sonne, dafür erste Fröste

Von: kjl
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Kreis Düren. Große Kontraste prägten die Witterung im zweiten Herbstmonat. Der 7. Oktober weckte noch einmal spätsommerliche Gefühle bei knapp über 24 Grad in Vettweiß, Soller, Obermaubach, Gürzenich und Drove (24,5 Grad).

Vom 14. bis 20. Oktober dagegen fror es zum ersten Mal in diesem Herbst. Werte zwischen -0,6 Grad (Aachen) und -3,3 Grad (Drove) wurden abgelesen, so dass sich die Buntfärbung der Blätter extrem beschleunigte.

Besonders in den höheren Eifeltallagen gab es bereits zahlreiche Luftfröste zur Monatsmitte, rund um Düren war es zwei bis drei Frostnächte. Den meisten Bodenfrost gab es im Rurtal mit sieben gereiften Nächten (Tiefstwert am Boden an der Kachelmann-Station Düren sogar -7,3 Grad).

Der Eindruck eines relativ warmen Oktobers wird durch die statistischen Daten der Mitteltemperaturen erstaunlicherweise widerlegt. Mit 10,2 Grad zwischen Vettweiß und Düren und 8,6 Grad in Vossenack war es verbreitet 0,3 bis 0,8 Grad kälter als im langjährigen Mittel. Der bislang kälteste Oktober im Jahre 1921 erreichte auf den Eifelhöhen nur 1,5 Grad (Düren 3,5 Grad) und zeigte sich bereits sehr winterlich.

Die feuchtwarme Südwestwetterlage zum Monatsanfang wurde rasch wieder verdrängt und durch einen anhaltenden Temperatursturz ersetzt. Im Osten und Süden der Landes gab es zu dieser Zeit bereits heftige Schneefälle und auf der Zugspitze wurden -17 Grad erreicht.

Den frühwinterlichen Reifansatz zur Monatsmitte konnten wir jedoch rasch überwinden und uns noch einmal dem Altweibersommer mit wohliger Wärme widmen. Am 28.10. meldeten die Wetterstationen im Dürener Land noch einmal bis zu 18 Grad.

Auch die Sonnenscheindauer, eigentlich eine Stärke des Altweibersommers, ließ im Oktober zu wünschen übrig. Die Sonne zeigte sich an den Wetterstationen gut zehn Prozent seltener als im Mittelwert: Düren 106, Nörvenich 101, Drove 98, Jülich 96 und Heimbach-Tallage 90 Stunden. Aber es gab auch zehn Tage mit mehr als fünf Sonnenstunden, wobei der kalte 15. Oktober mit 9 Stunden den Spitzenplatz belegte.

Nach einer feuchten ersten Monatshälfte folgte bis Allerheiligen anhaltende Trockenheit. Ideal für die Obst-, Mais- oder Zuckerrübenernte. Die Straßen blieben trocken und das gefürchtete herbstliche Bauernglatteis durch Matsch und Rübenblätter blieb in den Niederungen diesmal aus.

Je nach Lage der Wetterstation im Kreis Düren wurden recht niedrige Monatssummen gemessen (meist zehn Prozent unter dem Mittel). Hier einige Extreme zum Vergleich: die drei feuchtesten Orte waren Vossenack mit 81 l, Jülich 70 l und Hürtgenwald Brandenberg 67 l/qm, die trockensten Orte waren Hergarten mit 41 l, Heimbach 43 l und Vettweiß 46 l/qm.

Das letzte heftige Gewitter (Mitternacht 7./8. Oktober) hatte nicht nur viele Blitze und Donner im Wolkengepäck, sondern auch heftige Windböen. So wurden in Hambach Böen der Stärke Acht notiert.
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