Nur sechs Frosttage im Januar in der Dürener Bördelandschaft

Von: kjl
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Ein wenig Schnee gab es im Januar an der Dürener Rur (Dr. Overhues-Allee). Foto: Ingo Latotzki

Kreis Düren. Eher grün als weiß präsentierte sich der zweite Wintermonat. Einem sehr kalten Norden Deutschlands stand dabei ein mildes Rheinland gegenüber.

Die monatliche Durchschnittstemperatur wurde von den fünf kalten Tagen Mitte des Monats nicht heruntergezogen. Die Abweichung vom Mittelwert 1981 bis 2010 betrug in Zülpich +1,8 Grad, in Düren +2,1 Grad und in Jülich +1,9 Grad.

Zwischen dem 16. und 22. Januar gab es in allen Höhenlagen die ersten knackigen Fröste des Winters. Am 18. und 19. stiegen die Temperaturen auch in Düren ganztägig nicht über 0 Grad (Eistage).

Normalerweise erreicht das Dürener Bördenland im Januar 16 Frosttage, in diesem Jahr gerade mal sechs. Hier einige Tiefstwerte des Monats (Bodenminimum in Klammer): Jülich -6,8 Grad, Brandenberg -9,3 Grad (-14,4 Grad), Düren -9,6 Grad (-13,4 Grad), Heimbach -10,2 Grad (-12,6 Grad), Vossenack -10,4 Grad, Schmidt -10,5 Grad (-15,7 Grad), Drove -10,8 Grad, Vlatten -11,3 Grad und Hergarten -12,0 Grad.

Mehr Niederschläge

Etwas höher als üblich fielen die Niederschlagssummen im Januar aus. Häufige Sturmtiefs statt anhaltendem Hochdruck waren die Ursache. Zwischen 500 Meter Seehöhe und dem Flachland gab es diesmal kaum große Unterschiede in den Mengen (60-90 Liter pro Quadratmeter -l/qm). Die geringsten Mengen gab es an der Eifelnordseite (Eifelschatten bei Südwinden): Vettweiß 45 l/qm und Zülpich-Füssenich 40 l/qm.

Mager blieben die Schneesummen für alle Liebhaber des Wintersports und für die Kinder (Vettweiß zwei Zentimeter, Jülich drei Zentimeter, Schmidt fünf Zentimeter und Vossenack Zentimeter. Am 15. Januar liefen die Lifte am Weißen Stein bei Udenbreth zum ersten Mal in diesem Winter (bei 21 Zentimeter Schneedecke).

Nach dieser kurzen Kälteperiode folgten zum Monatsende wieder extrem milde Temperaturen. Am 25. Januar schaffte der Eifelföhn bei Südwind neue Rekorde für das letzte Januardrittel, zum Teil sogar neue Januarrekorde.

Hier einige Werte aus dem Dürener Kreisgebiet, die auch in den März passen könnten: 15,4 Grad in Jülich, 15,6 Grad in Vettweiß, 16,6 Grad in Heimbach, 17,4 Grad in Hergarten-Vlatten, 17,6 Grad im Rurtal bei Düren, 18 Grad in Aldenhoven, 18,2 Grad in Drove und 18,6 Grad in Hasenfeld. Die höchsten Januarwerte der vergangenen 100 Jahre wurden gegen Ende des 1. Weltkrieges (25. Januar 1918) gemessen mit 17,1 Grad. Spitzenreiter für NRW bei den Januartemperaturen ist jetzt Geilenkirchen mit 18,3 Grad.

Auch die Sonne schien im Kreis Düren so häufig wie sonst nirgendwo in NRW. Die Abweichung vom Mittelwert betrug meist +5 bis +15 Prozent. Hier einige Sonnenscheinsummen: Vossenack 43 Stunden, Heimbach und Hasenfeld 50, Schmidt 60, Jülich 69, Aldenhoven 70, Düren 72, Vettweiß 74 und Drove 89 Stunden.

Für Mitte dieses Monats zeigen die Prognosekarten einen kurzen Wintereinbruch bis in die Tallagen bei Nachtwerten um -4 Grad. Bisher ist dieser Winter 2015/16 im Raum Düren mit einer Durchschnittstemperatur von 6,6 Grad der wärmste seit min. 1937. Rekordhalter bisher der Winter 2006/07 mit 5,9 Grad.

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