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NRW-Staatssekretär beeindruckt das papierlose Büro

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Job-com-Mitarbeiterin Sabine W
Job-com-Mitarbeiterin Sabine Weck erläuterte NRW-Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer (2.v.r.) die vielfältigen Vorteile der digitalen Aktenführung im neuen Jobcenter des Kreises Düren.

Kreis Düren. Dass einem ein Staatssekretär beim Arbeiten über die Schulter guckt und immer wieder beeindruckt nickt, erlebt man nicht täglich.

Sabine Weck, Leistungssachbearbeiterin der Job-com, ließ ihre PC-Maus eifrig kreisen und klickte sich durch eine ihrer digitalen Akten, um Dr. Wilhelm Schäffer aus dem NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS), zu demonstrieren, wie schnell und bequem das am Bildschirm geht. „Das papierlose Büro hat nur Vorteile - das sehen auch meine Kollegen so”, berichtete sie dem Gast aus Düsseldorf, der auf Einladung von Landrat Wolfgang Spelthahn ins Kreishaus gekommen war. Zum Gedankenaustausch mit den Verantwortlichen der Hartz IV-Optionskommune einerseits, aber auch um sich einen persönlichen Eindruck von der digitalen Aktenführung im neuen Jobcenter des Kreises zu verschaffen.

Und die beeindruckte Schäffer, der in Jülich wohnt, sichtlich. Sabine Weck demonstrierte die Vorteile der alltäglichen Sachbearbeitung; Kreisdirektor Georg Beyß und Job-com-Amtsleiter Karl-Josef Cranen erläuterten, warum man den Schritt gewagt und wie man ihn mit eigenen Kräften in die Tat umgesetzt hat. „Rechnerspeicher ist preiswerter als Büroraum”, lautete das Kostenargument. Die stets aufgeräumten und damit weitgehend staubfreien Arbeitsplätze seien ebenfalls nicht zu verachten.

„Etwas darüber zu lesen reicht nicht, das muss man selbst gesehen haben”, nickte Staatssekretär Dr. Schäffer anerkennend. Landrat Wolfgang Spelthahn versicherte ihm, dass der Kreis Düren seine Erfahrungen gerne weitergibt. Das Angebot gelte auch für die acht Kommunen in Nordrhein-Westfalen, die 2012 den Status einer Optionskommune erhalten und dann ebenfalls die alleinige Verantwortung für die Förderung der Langzeitarbeitslosen haben werden.

Einig war man sich in der Kritik an der Kürzung des Eingliederungsbudgets. „Gerade jetzt, wo die Wirtschaft wächst, brauchen wir Geld, um Langzeitarbeitslose zielgerichtet qualifizieren zu können, denn die Vermittlungschancen waren selten besser”, betonte Spelthahn. Diese Erkenntnis müsse auf vielen Wegen nach Berlin getragen werden, damit die kontraproduktive Kürzung wieder vom Tisch verschwindet. Auch das Bildungs- und Teilhabepaket wurde thematisiert. „Obwohl wir uns nach Kräften bemühen, ist die Nachfrage moderat. Die Hilfe kommt noch nicht im gewünschten Umfang bei den bedürftigen Kindern und Jugendlichen an”, monierten die Job-com-Vertreter. Eine Klage, die der Staatssekretär als Vertreter der Aufsichtsbehörde der Optionskommunen in NRW schon vielfach gehört hat. Im Gespräch bekannte sich Schäffer als Anhänger von „Best-practice”-Beispielen: „Optionskommunen sollen nach eigenen Wegen suchen, Langzeitarbeitslose möglichst effektiv in Arbeit zu vermitteln. Dabei wurden schon viele vorbildliche Lösungen kreiert, die exportiert werden müssen. Dazu möchte ich beitragen, damit die Job-com in Düren von der erfolgreichen Arbeit anderer Optionskommunen profitieren kann”, unterstrich Schäffer und bot der Job-com ausdrücklich seine Unterstützung an.
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