Norbert Rulands im Interview zu AC²

Von: tp
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Norbert Rulands, Mentor AC²
Norbert Rulands begleitet den Wettbewerb AC² als Mentor.

Kreis Düren. AC² startet am Montag in Jülich. Norbert Rulands ist Unternehmensberater aus Düren und Mentor des Wettbewerbs. Rulands spricht im Interview mit Thorsten Pracht über seine Aufgabe als Mentor.

Sie begleiten als Mentor und Coach die Teilnehmer bei den AC²-Wettbewerben. Was ist Ihre Aufgabe?

Rulands: Es geht darum, die Gründungs- und Wachstumsideen mit einem kritischen Blick in Gesprächen mit den Teilnehmern zu hinterfragen, um Schwachstellen und Verbesserungspotenziale bewusst zu machen. Dann gebe ich Hilfestellung für die Teilnehmer bei der Erstellung eines Gründungs- beziehungsweise. Wachstumsplanes, der sowohl die Jury der Wettbewerbe aber auch Banken und Investoren überzeugen soll.

Wie finden Mentor und Unternehmen zusammen?

Rulands: Bewährt haben sich die regionalen Auftaktveranstaltungen, wo sich potenzielle Teilnehmer und Berater „beschnuppern“ können. Damit es zu möglichst optimalen Konstellationen kommt, geben die Mitarbeiter von AC² außerdem Hilfestellung. Dort sind die Profile aller Berater mit ihren Erfahrungen und Hintergründen bekannt.

Worin besteht die größte Herausforderung im Wettbewerb?.

Rulands: Letztlich geht es darum, eine Geschäftsidee und ihren Markt klar strukturiert zu beschreiben. Der Leser dieses Gründungs- beziehungsweise Wachstumsplans, der ja in der Regel kein Markt- oder Branchen-Insider ist, soll am Ende überzeugt sein, dass der Erfolg der Idee quasi vorprogrammiert ist.

Was war die ungewöhnlichste Geschäftsidee in Ihrer Zeit als Coach?

Rulands: Ich möchte hier keine Idee im Nachhinein werten. Deshalb beziehe ich mich einfach auf den letztjährigen Wettbewerb. Dabei habe ich einen Preisträger im Wachstumswettbewerb begleitet: Das Heinsberger Unternehmen Otto Gourmet, bislang vorwiegend über den Online-Vertrieb erfolgreich, hat ein Konzept für einen stationären Vertrieb über Filialen ausgearbeitet. Also umgekehrt zum allgemeinen Trend im Einzelhandel und insofern schon ungewöhnlich

Der Wettbewerb ist das eine. Ist die schönste Bestätigung, wenn das erarbeitete Konzept auch wirklich umgesetzt wird?

Rulands: Natürlich ist das so. Man erfährt erst in der Umsetzung die Bestätigung, ob man das richtige Gespür hatte und eine Idee „trägt“. Dabei geht es nicht immer nur um „hopp oder top“, sondern manchmal reicht es aus, Fehler frühzeitig zu erkennen und die eine oder andere Stellschraube feiner zu justieren, um aus dem ursprünglichen theoretischen Plan einen Geschäftserfolg zu machen. Eines passiert dabei immer wieder: Vor allem Gründer unterschätzen die Zeit, die es braucht, um sich wirtschaftlich zu behaupten.

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