„NOCA event technology“ plant Raum für Familienfeiern und Partys

Von: Jörg Abels
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Andreas Caspers (l.) und Harry Noppeney wollen mit ihrer Firma ins östliche Gewerbegebiet „Forstweg“ umsiedeln und auch einen Veranstaltungsraum für Vereine und Privatleute errichten. Foto: Abels

Oberzier. Noch liegt das knapp 3000 Quadratmeter große Areal am Oberzierer Ortsrand brach. Lieber heute als morgen aber würden Andreas Caspers (34) und Harry Noppeney (32) das ändern.

Die Inhaber der Firma „NOCA event technology“ wollen nicht nur ihren Firmensitz in die östliche Erweiterung des Gewerbegebiets verlagern, sie wollen dort neben Büros und einer Lagerhalle für Licht- und Tontechnik auch einen Veranstaltungsraum für bis zu 200 Personen errichten und damit eine Angebotslücke schließen. „Es gibt derzeit in der Gemeinde neben den öffentlichen Gebäuden keinen Raum, der für größere Veranstaltungen ohne direkte Anbindung an eine Gastronomie angemietet werden kann“, erklärt der 34-Jährige. Wenn er nach Oberzier blickt, steht nicht einmal mehr das Bürgerhaus zur Verfügung, weil dort die angrenzende Kita die Räume benötigt.

Einen ersten Entwurf für den Bau des dreiteiligen Gebäudes hat die Firma bereits in Auftrag gegeben. Das Problem: Der aktuelle Bebauungsplan der Gemeinde muss erst noch geändert werden. Der schließt derzeit am „Forstweg“ noch sogenannte Vergnügungsstätten aus. Damit soll verhindert werden, dass sich Spielcasinos oder bordellartige Betriebe ansiedeln können. Das Bauvorhaben der Firma NOCA aber wird positiv gesehen: Der Gemeinderat hat die Verwaltung bereits einstimmig beauftragt, die Änderung des Bebauungsplans in die Wege zu leiten und die erforderlichen Untersuchungen durchzuführen.

Mit Blick auf die immer größer werdende Zahl von Beschwerden, die regelmäßig nach Veranstaltungen in den Ortskernen im Rathaus eingeht, wäre ein Veranstaltungsraum in einem Gewerbegebiet aus Sicht von Bürgermeister Hermann Heuser (SPD) nahezu ideal. Heuser ist überzeugt, dass der Raum so gestaltet werden kann, dass die wenigen in dem Gewerbegebiet wohnenden Familien so gut wie nicht beeinträchtigt würden. Das sichern auch die beiden Firmeninhaber zu. „Wir haben extra einen Schallschutzgutachter hinzugezogen“, erklärt Andreas Caspers. Der Raum würde so gebaut, dass kaum Lärm nach außen dringen kann. Parkplätze wollen die beiden Jungunternehmer direkt auf ihrem Grundstück ausweisen. Das Gebäude selbst würde als Lärmschutz zur vorhandenen Bebauung fungieren.

Derzeit hat das Unternehmen NOCA noch sein Lager mitten in Oberzier, in einer umgebauten Scheune auf dem Familiengrundstück. Das sorgt schon mal für Probleme, kommt es doch immer wieder vor, dass Licht-, Ton-, Video- und Bühnentechnik nachts oder am frühen Morgen nach einer Veranstaltung ausgeladen und für den nächsten Auftrag neu zusammengestellt werden müssen. Allein schon aus diesem Grund ist das seit 2010 stetig wachsende Unternehmen, das nicht nur in der Gemeinde Niederzier (unter anderem Public Viewing) sehr aktiv ist, sondern sich im gesamten Großraum Köln/Düsseldorf/Aachen einen guten Namen gemacht hat, auf den Neubau angewiesen.

„Uns ist es wichtig, unseren Firmensitz in der Gemeinde zu behalten, aber natürlich brauchen wir nicht nur ein neues Materiallager, sondern auch repräsentative Büros und einen Ausstellungsraum, in dem wir Kunden unser Angebot demonstrieren können“, betont Harry Noppeney.

Beratungen Ende Mai

Da lag die Idee eines modernen Veranstaltungsraums nahe, der auch für Firmenveranstaltungen, Seminare und Fortbildungen genutzt werden könnte. „Vor allem aber wollen wir Vereinen und Privatleuten einen bezahlbaren und ortsnahen Raum für ihre Feiern anbieten“, erklärt Caspers. „Egal, ob es um eine Kinderkommunion, eine Hochzeit, den 18. oder 75. Geburtstag geht.“

Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde will sich bereits Ende Mai erneut mit dem Antrag der Firma beschäftigen.

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