Neue Sicherheitskampagne will Rasern an den Bleifuß

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Kreis Düren. „Runter vom Gas!” ist der Titel der neuen Sicherheitskampagne, die Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, Professor Manfred Bandmann, in Berlin vorgestellt haben.

Die Kreispolizeibehörde Düren beteiligt sich mit Unterstützung des Landesbetriebs Straßenbau an der Aktion.

Das Ziel der Kampagne ist, die Zahlen der Hauptunfallursache „Geschwindigkeit” weiter zu senken. Immer noch geschehen ein Drittel aller schweren Verkehrsunfälle wegen zu hohen Tempos. Dazu erklärt Experte Bandmann: „Jeder einzelne Verkehrsteilnehmer kann und muss durch sein Verhalten zu mehr Sicherheit beitragen.”

Die Initiative wird durch Anzeigen, Plakate und Werbespots begleitet. Die Motive zeigen glückliche und sorglose Momentaufnahmen von Familien, Paaren oder Freunden. Sie stehen bewusst im Kontrast zu Todesanzeigen und den damit verbundenen Gefühlen von Trauer sowie Unglück und sind an tatsächliche Unfallsituationen angelehnt.

Die der Dürener Polizei im Rahmen der Kampagne zur Verfügung gestellten Banner stehen auf der L495 zwischen Nörvenich und Erftstadt in Höhe von Gut Gypenbusch, auf der Tagebaurandstraße in Höhe des Abzweigs nach Stetternich, auf der B55 in Höhe von Rödingen sowie in Jülich auf der Römerstraße. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer durch ein „Runter vom Gas!” die Aktion zu unterstützen.

Im vergangenen Jahr hat die Polizei im Kreis Düren insgesamt 282 Unfälle registriert, die eindeutig auf überhöhte Geschwidigkeit zurückzuführen waren. Das sind 13,2 Prozent weniger als in 2007 (325). 185 Fällen wurden Personen verletzt, 61 endeten mit großem Sachschaden.

Noch im Jahr 2002 ging die Polizei bei 408 Unfällen von überhöhter Geschwindigkeit aus. Daraufhin wurden die Tempokontrollen ausgedehnt. Stoppte die Polizei im Jahr 2002 noch knapp 16.500 Temposünder, so stieg deren Zahl bis 2004 auf über 23.000. Im letzten Jahr wurden im Kreisgebiet noch 18.769 Verkehrsteilnehmer „geblitzt”.
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