Neue Serie von Schockanrufen: Polizei warnt vor Betrügern

Von: red/pol
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Seit Jahren übertölpeln Betrüger mit sogenannten Schockanrufen zumeist ältere Menschen, indem sie ihnen eine dramatische Notlage eines Verwandten vorgaukeln. So werden die Opfer zu Geldzahlungen bewegt. Symbolfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Kreis Düren. Nach einer Serie von betrügerischen sogenannten Schockanrufen innerhalb weniger Stunden am Donnerstag bei älteren Menschen im Kreis Düren warnt die Polizei erneut vor dieser üblen kriminellen Masche. Die Täter übten dabei enormen Druck auf ihre Opfer aus.

Sechsmal innerhalb von nur fünf Stunden wurden der Polizei derartige Betrugsversuche aus Jülich, Düren, Niederzier und Nideggen gemeldet. Jedesmal beschrieb ein Unbekannter in höchster Dringlichkeit, dass ein Enkel oder naher Verwandter des Angerufenen in finanzielle Not geraten sei. Manchmal gab sich der Betrüger selbst als der Verwandte aus. Bei der Notlage handelte es sich um behauptete Verhaftungen, Verkehrsunfälle oder ähnliches. Nur durch Zahlung größerer Bargeldbeträge sei dem Opfer zu helfen.

Durch immer neue Anrufe übten die Kriminellen enormen seelischen Druck auf ihre meist älteren Ofper aus, warnt die Polizei. "Appelle wie "Hilf mir bitte!" runden die Legende ab und ermöglichen es den Tätern, die Senioren so weit zu manipulieren, dass sie sich sogar eine Art Verschwiegenheitspflicht gegenüber anderen Verwandten auferlegen lassen."

Ein angeblicher Beauftragter werde das Geld beim Angerufenen abholen, wird den Opfern erklärt. Dabei versuchen die Betrüger oft, das Gespräch so in die Länge zu ziehen, dass der Angerufene in der Zwischenzeit nicht seinerseits Anrufe tätigen könne, etwa um sich rückzuversichern.


Die Polizei rät, generell ältere Verwandte und Bekannte über diese Machenschaften aufzuklären und das Vorgehen im Fall eines Anrufes mit ihnen zu besprechen. Bei telefonischen Bitten um Geld sei äußerstes Misstrauen geboten. Wem etwas verdächtig scheine, solle sofort auflegen und den Notruf 110 wählen. Die Polizei verfüge über besonders geschulte Beamte für solche Fälle.


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