Düren - Netzwerktreffen in Düren: Energieeffizienz ist das große Thema

Netzwerktreffen in Düren: Energieeffizienz ist das große Thema

Letzte Aktualisierung:

Düren. Wo können Betriebe Energie einsparen? Und warum ist Energieeffizienz so wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit? Um diese Fragen ging es beim Netzwerktreffen „Maschinenbau” in Düren. Rund 30 Unternehmer waren der Einladung der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Kreises Düren und der Städteregion Aachen gefolgt.

Der Aufbau und die Pflege des Netzwerkes sind Aufgaben des Handlungsfeldes Technologie und Innovation der Zukunftsinitiative Eifel mit dem Ziel, die Eifel als Wirtschaftsstandort zu stärken. Dabei ging es zum einen um den Erfahrungsaustausch, zum anderen auch um fachliche Informationen. Die Teilnehmer besichtigten die Dürener Firma Voith Paper Fabrics, in der eine der größten Webmaschinen der Welt Press- und Trockenfilze für die Papierindustrie produziert.

Nach der Betriebsführung folgte in der Kulturfabrik „Endart” das Eintauchen in die „Welt der Wissenschaft”. Professor Isabel Kuperjans von der Fachhochschule Aachen als Referentin leitet das Institut Nowum-Energy, das die Möglichkeiten einer sicheren, langfristigen und effizienten Energieversorgung erforscht. „Sparen ist unsere größte Energiequelle”, betonte die Professorin. „Unternehmen müssen unabhängig werden von importierten fossilen Energieträgern”, forderte Kuperjans. Energieeffizienz zu erreichen sei in vielerlei Hinsicht möglich. „Statt des neuen Heizkessels lieber ein Blockheizkraftwerk, Tageslicht statt Kunstlicht nutzen”, nannte sie zwei Beispiele. Vor allem aber benötige Energieeffizienz in Unternehmen „unbequemes Denken von Menschen mit Mut und Visionen”.

Wie das gelingen kann, führte Voith-Geschäftsführer Helmut Kluth anhand zahlreicher Beispiele vor. Hohe Einsparungen ohne jeden Aufwand bringe etwa der Standby-Modus von Antriebssystemen oder die Absenkung der Hallentemperatur auf 18 Grad Celsius. Mit LED-Beleuchtung, verstärkt durch einen hellen Fußboden, Verbesserungen bei der Hallenbelüftung und Blockheizkraftwerken kommt das Unternehmen dem selbstgesteckten Ziel der Nachhaltigkeit näher. Bei Neubauten, etwa in China, würden alle Erfahrungen eingebracht.

Bei der Podiumsdiskussion, an der neben Kuperjans und Kluth auch Anette Reinholz, Leiterin der Wirtschaftsförderung des Kreises Düren, Agit-Geschäftsführer Ulrich Schirowski und Bernd Engels von der Firma Metsä Tissues teilnahmen, ging es vorrangig um Einspar- und Förderungsmöglichkeiten für Unternehmen. Bis zu 50 Prozent betragen die öffentlichen Zuschüsse. Dass es viele Möglichkeiten gebe, bestätigte Engels, diese seien aber mit „erheblichem bürokratischen Aufwand” verbunden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert