Naturpark Nordeifel will Spaziergänge attraktiver machen

Von: Daniela Martinak
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Jan Lembach (r.), der Geschäftsführer des Naturparks Nordeifel, ist stolz auf das erfolgreiche vergangene Jahr und blickt mit viel Freude auf neue Projekte in die Zukunft. Foto: Martinak

Kreis Düren. Früh aufstehen, die Route planen. Noch ein paar Brote schmieren, und ab geht‘s mit der gesamten Familie in die Eifel. Die einen freuen sich, die anderen leiden. Sonntagsspaziergänge sind eben nicht jedermanns Sache. Das weiß auch der Naturpark Nordeifel.

„Aber daran kann man ja was ändern“, ist sich Jan Lembach, der Geschäftsführer, sicher. Ein eigens dafür erdachtes Programm soll die Sonntagsspaziergänge attraktiver und interessanter gestalten. Aber damit nicht genug. Die Vielfalt der Angebote des Naturparks für Naturliebhaber und diejenigen, die sich gerne einmal eine Auszeit im Grünen gönnen, ist enorm.

Beim Jahresrückblick in Düren hat sogar Hans Martin Steins, der Technische Dezernent der Kreisverwaltung Düren, „nicht übel Lust, sofort aufs Rad zu steigen“. Der Kreis Düren sei schon lange Mitglied in diesem Verein mit Tradition. Gegründet wurde der Naturpark Nordeifel bereits im Jahr 1960. Steins: „Dieser Verein hat das wichtige Ziel, die natürlichen Landschaften, ihre Weite und ihre Eigenschaften zu erhalten. Das Erleben der Umwelt, der Tourismus und der Naturschutz werden hier sehr gut miteinander verbunden und auch gelebt.“

Lembach, der Vorsitzende Günter Schumacher und Alexander Sobotta, der Regionalmanager, machen deutlich, weshalb: „Früher hat man gesagt: ‚Ich komme aus der Kölner Gegend.‘ Heute sagt man: ‚Ich komme aus der Eifel‘. Das hat seine Gründe, denn immer mehr Leute merken, wie attraktiv und schön die Natur hier bei uns ist. Unser Anliegen ist es, den Blick weiterhin zu schärfen und die Menschen in die Eifel zu locken.“

Geschärft hat der Verein den Blick im vergangenen Jahr besonders durch Aktionen wie dem Projekt „Ein Flussvertrag für die Our“, dem Naturpark-Wettbewerb „Naturpark der Generationen“, verschiedenen Naturschutzmaßnahmen und dem Start der „Klima-Tour Eifel“. Zu Beginn des Vorjahres hat der Naturpark im Rahmen der „Grünen Woche“ sogar in Berlin auf die Region hier aufmerksam gemacht.

Ein Highlight im Jahr 2012 war die Eröffnung des „Römerkanal-Wanderweges“. Auf Initiative und unter der Federführung der benachbarten Naturparks Nordeifel und Rheinland wurde in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, Einrichtungen und den Kommunen der Wanderweg entlang des Römerkanals von Nettersheim nach Köln neu markiert. „Wir haben den Weg erstmalig beschildert und an 53 Stationen mit neuen Infotafeln bestückt sowie einer professionellen Vermarktung unterzogen“, erklärt Lembach.

Seit sechs Jahren ist Sobotta für das sogenannte „Leader-Projekt“ zuständig. Ein Projekt, welches viele kleinere Projekte umfasst. So etwa die Aktion „Aktive Dörfer stärken“, wo unter anderem auch das Dörfchen Nideggen-Berg dran teilnimmt, und „Planen, bauen und gestalten in der Eifel.“ Es geht darum, den zuziehenden Eifelern nahe zu legen, die alten Bauweisen wieder aufleben zu lassen und ihre Häuser „eifeltypisch“ zu gestalten.

Auch in diesem Jahr wird sich die Reihe abwechslungsreicher Jahres-Programmpunkte und Aktionen fortsetzen. Lembach verspricht: „Es wird wieder spannend in der Eifel.“ Jährlich steht dem Naturpark Nordeifel übrigens ein Budget von 80.000 Euro zum Erhalt der Infrastruktur und von 60.000 Euro für das Heckenpflegeprogramm zur Verfügung. Was es alles zu bestaunen gibt, steht im Katalog „Eifel-Expedition“, wo die Termine aufgelistet sind.

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